Auf dem Weg zur Erleuchtung hat man es mit ein paar Stolpersteinen zu tun. Wie heißt es noch gleich so schön: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Der yogische Prozess verläuft entgegengesetzt zu der nach außen gerichteten Tendenz, die dem menschlichen Geist üblicherweise zunächst zueigen ist. Dementsprechend entfaltet er sich nicht immer glatt und ohne Rückschläge – das musste so manch einer von Ihnen schon häufig selbst erfahren. Wie bereits in der Bhagavad-Gita festgestellt wird, kann das Selbst sich als sein eigener größter Feind entpuppen. Und so nennt Meister Patanjali in seinem Yoga-Sutra nicht weniger als neun Hindernisse (antaraya), die sich dem praktizierenden Yogi in den Weg stellen können: Krankheit, Apathie, Zweifel, Unaufmerksamkeit, Faulheit, Genusssucht, falsche Einsicht, Nichterreichen der Stufen und Instabilität sind die Ablenkungen des Bewusstseins, und bei genau jenen handelt es sich um die besagten Hindernisse. Sie alle müssen als selbstverschuldete Einschränkungen verstanden werden, die den Yoga-Prozess verzögern oder sogar zunichte machen. Sie sind zugleich als Ausdrücke des Unbewussten zu betrachten, die das Bemühen des Yoga-Praktizierenden durchkreuzen und ihn dabei auf dem Status Quo festhalten: dem Zustand der unerleuchteten Persönlichkeit, des unerlösten Selbst.
Auch wenn der Wunsch nach Erlösung (mumukshutva) noch so präsent sein mag, bleibt die Aspirantin o