Kann man Patanjalis Yoga-Sutra rein theoretisch erfassen? Oder lässt sich daraus nicht vielmehr eine Praxis ableiten, die ein echtes Durchdringen des Textes erst möglich macht? Der bekannte Dozent und Buchautor Eckard Wolz-Gottwald über den eigentlichen Sinn der Yoga-Philosophie
Eckard Wolz-Gottwald ist Autor des „Yoga-Philosophie-Atlas“ und anderer Grundlagenwerke sowie Mitgründer der „Yoga-Akademie Münster-Osnabrück“ (YAMO). Unseren Lesern ist er auch durch seine Kolumnen bekannt, die seit Jahren fester Bestandteil des Magazins sind. Frisch erschienen ist sein neues Werk „Die Yoga-Sutras im Alltag leben. Die philosophische Praxis des Patanjali“. Darin zeigt er, dass die Yogaphilosophie weit mehr als nur Theorie ist. YOGA AKTUELL sprach mit ihm über den praxis-orientierten Zugang zum Yoga-Sutra.
In Ihrem neuen Buch „Die Yoga-Sutras im Alltag leben. Die philosophische Praxis des Patanjali“ gehen Sie über eine weitere kommentierte Übersetzung der Yoga-Sutras hinaus. Es handelt sich um ein praxisbezogenes philosophisches Übungsbuch. Was genau erwartet den Leser bzw. den Anwender?
Um einen Zugang zur Yoga-Philosophie zu finden, brauchen wir eine verlässliche Übersetzung der Yoga-Sutras. Um dann auch zu verstehen, was Patanjali in seinen Sutras in so genialer Weise formuliert, bieten die Kommentare eine wichtige Hilfe. Wenn man jedoch Yoga-Philosophie nicht nur verstehen, sondern sie auch in der eigenen Praxis anwenden will, muss man n