Mythos und Wirklichkeit: Am Rande der Welt, vor den Blicken Unbefugter geschützt durch silberweiße Nebel, liegt die Insel Avalon – jene sagenumwobene Apfelinsel, die dem Reich der keltischen Anderswelt angehört.
Die Wunderinsel Avalon, auf die König Artus nach seinem Tode entrückt wurde, gehört wie Shambhala, Agharti, Asgard, der Olymp, der Berg Meru und die Insel der Hyperboreer zu jenen mythischen Orten, die man auf keinem Weltglobus, sondern nur auf einer Landkarte des menschlichen Bewusstseins finden kann. Es sind Paradiese, Märchenwelten, Zauberreiche und – in einem gewissen Sinne – auch übersinnliche Realitäten. Die Insel Avalon liegt fern im Westen, am Rande der Welt, wo allabendlich in goldstrahlender Pracht die Sonne untergeht. Insula Avalonia oder die Apfelinsel wird sie auch genannt, und die Sage geht, dass neun Schwestern, geführt von Morgaine le Fay, über die Gestade dieser Insel der Glückseligen herrschen sollen.
Avalon, geheimnisvoll und von dichten Nebeln umschleiert, ist keine geographische Insel wie das einstige Atlantis, sie gehört weder zur Azoren-Gruppe noch zu den Färöer-Inseln, sondern in das Reich der keltischen Anderswelt. Die Apfelbäume, die dort wachsen, entspringen zauberischer Macht, und die Früchte daran verheißen ewiges Leben. Es sind die berühmten Äpfel der Unsterblichkeit, die auch in der griechischen Mythologie auftauchen. Man denkt hier an Hesiods „Inseln der Seligen“ im Okeanos, wo – von H