Wenn es um eine gesunde Aufrichtung der Wirbelsäule geht, gibt es verschiedene Standpunkte, die für Verwirrung sorgen können. Wir haben mit Dr. Günter Niessen, Mediziner und Yogatherapeut, über das Hohlkreuz, die sogenannte „neutral spine“ und die Bedeutung von Anatomie für die Yogapraxis gesprochen.
Interview
YOGA AKTUELL: Im Yoga scheiden sich häufig die Geister daran, was eine gesunde Aufrichtung der Wirbelsäule überhaupt bedeutet. Die einen plädieren dafür, die Lordose in der Lendenwirbelsäule zu begradigen, indem sie das Becken nach hinten kippen („tuck the tail under“). Andere halten das für nicht mehr zeitgemäß und sind vom Konzept der „neutral spine“ überzeugt. Wie ist hier die Studienlage, und warum hat sich die Vorstellung davon, was gesund ist, verändert?
Dr. Günter Niessen: Nicht nur in der Yogaszene scheiden s
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