Das Iliosakralgelenk verbindet die Wirbelsäule mit dem Becken und ist quasi Dreh- und Angelpunkt des Oberkörpers zum unteren Teil des Körpers. Wenn man sich diese Tatsache vergegenwärtigt, wird deutlich, welche Bedeutung diesem Gelenk zukommt bzw. mit welcher Krafteinwirkung es zurechtkommen muss.
Das keilförmige Kreuzbein (Os sacrum) besteht aus fünf miteinander verwachsenen Wirbeln und bildet die stabile, kompakte Basis der Wirbelsäule. Das Iliosakralgelenk (ISG) ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Darmbein (Os ilium) und dem Kreuzbein (Os sacrum). Das Darmbein macht einen großen Teil des Beckens aus, es erstreckt sich vom Darmbeinkamm bis zum Hüftgelenk.
Von Natur aus hat das ISG mit seinen schmalen Gelenkflächen wenig Bewegungsspielraum, weswegen es auch als unechtes Gelenk bezeichnet wird. Das Gelenk wird mit dichtem Faserknorpel, festen Bändern und einem ganzen Orchester von Muskeln stabilisiert. Der limitierte Bewegungsspielraum findet nahezu ausschließlich in der Vor- und Rückneigung statt. Durch die festsitzenden Bandstrukturen sind nur minimale seitliche Bewegungen möglich.
Der geringe Bewegungsspielraum wird z.B. während einer Schwangerschaft vergrößert, wenn das Hormon Relaxin die umliegenden Band- und Gewebestrukturen weicher und elastischer werden lässt. Das ist sinnvoll, um die Geburt zu erleichtern. Allerdings entstehen durch die erhöhte Beweglichkeit nicht selten auch schmerzhafte Probleme. Viele Frauen nehmen auch in den Tagen vor der Menstruation d