Reinigung für Körper, Geist und Seele: Kapalabhati – leuchtender Schädel oder ganz in deinem Glanz?
Irgendwann, nachdem deine Seele etwa neun Monate Zeit hatte, in diesem Körper anzukommen, hast du dich durch den Geburtskanal auf den Weg in diese Welt begeben und kurze Zeit später zum allerersten Mal eingeatmet. Und irgendwann wird deine Seele weiterziehen, und du wirst zum letzten Mal ausatmen. Wenn dieser letzte Atemzug getan ist, wird dein Körper tatsächlich leichter. Ist es der Atem, der wiegt, ist es die Seele, oder sind sie vielleicht eins – Atman, das Selbst, und der Atem?
In der Zwischenzeit – zwischen dieser allerersten Einatmung und der allerletzten Ausatmung – nimmst du viele, viele Atemzüge. Dabei ist jede Einatmung ein kleiner Neubeginn und jede Ausatmung ein kleiner Tod, es ist ein Werden und Vergehen.
Doch was bedeutet es eigentlich, wenn du sagst „Ich atme“? Ist Atmen wirklich eine Aktivität, oder geschieht es einfach? Tust du diese Atemzüge, oder wirst du geatmet?
Was sicher ist: Wir können – wenn wir nicht ganz fortgeschrittene Yogis sind – nicht besonders lange ohne Atem in diesem Körper sein.
Und obwohl der Atem so essenziell für unser Dasein ist, schenken wir ihm oft wenig Beachtung. Leider atmen wir selten physiologisch, also so, wie es in einem gesunden Körper natürlicherweise â