In der nährenden Tiefe der Dunkelheit kann viel Heilung geschehen – das erfuhr auch Saskia John, die mehrere Dunkelretreats absolvierte. Wir sprachen mit ihr über die Erkenntnis- und Transformationsprozesse in einem solchen Retreat.
Während die Dunkelheit einerseits zutiefst nährende, regenerierende, ja, sogar transformierende Qualitäten hat und alles Schöpferische dort seinen Ursprung nimmt (man denke an die Raupe im Kokon, die befruchtete Eizelle im Mutterleib oder aber an das Universum), löst sie bei vielen auch Ängste und Unbehagen aus. Sich über einen längeren Zeitraum Tag und Nacht fortwährend im Dunkeln aufzuhalten, ist deshalb eine gewisse Herausforderung, aber auch eine große Chance. Verschiedene spirituelle Traditionen kennen den Rückzug in die Dunkelheit als Weg, sich tief in die inneren Welten zu begeben. Natürlich muss es nicht unbedingt eine Höhle im fernen Himalaya sein, auch wenn die erste Assoziation vielleicht in diese Richtung geht – Dunkelretreats sind auch ganz in der Nähe möglich. Saskia John hat sich mehrfach in ein solches Retreat begeben und darüber mehrere Bücher geschrieben, zuletzt den Bericht Im Dunkelretreat – 26 Tage Dunkelheit. Ein Bewusstseinsexperiment. Zudem begleitet sie andere Menschen bei der Durchführung von Dunkelretreats. YOGA AKTUELL unterhielt sich mit ihr über die Besonderheiten des Rückzugs ins Dunkle und über einige ihrer spannenden Erfahrungen.
INTERVIEW
YOGA AKTUELL: K