Kaffee ist das Genussmittel schlechthin – er muntert auf und belebt und muss dabei nicht einmal Koffein enthalten Völker des Altertums wie zum Beispiel die Babylonier und die Phönizier begeisterten sich für ein heißes Getränk aus geröstetem und abgekochtem Getreide, dass viele Jahrhunderte später abfällig als „Arme-Leute-Kaffee“ bezeichnet wurde. In Europa ehrt man den Getreidekaffee im späten Mittelalter in Klöstern. Hildegard von Bingen wusste die heilende Wirkung des Dinkels zu schätzen, versetzte ihn als heißes Getränk mitunter mit verschiedensten Zutaten und verabreichte ihn bei unterschiedlichsten Krankheiten wie Verdauungsstörungen, Husten, Fieber oder bei Magenbeschwerden. In vielerlei Munde kam der Getreidekaffee allerdings erst vor gut 200 Jahren durch Friedrich den Großen, der die Einfuhr von Bohnenkaffee mit horrenden Schutzzöllen belegte. Zum einen versuchte er, sich durch die Zölle zu bereichern, und zum anderen wollte er auf diese Weise den übermäßigen Kaffeegenuss seiner Untertanen einschränken. Seinen Entschluss begründete er mit folgenden Worten: „Ein jeder Bauer und gemeine Mensch gewöhnt sich jetzt zum Kaffee. Wird das ein bisschen eingeschränkt, so müssen sich die Leute wieder an Bier gewöhnen, denn das ist zum Besten ihrer eigenen Bierbrauereien. Übrings sind Seine Königliche Majestät höchst selbst mit der Biersuppe erzogen worden. Ihre Väter kannten nur Bier, und das ist das Getränk, das für unser Klima passt.“ Aus diesem Verbot heraus entstand die erste deutsche Fabrik für Zichorienkaffee und der sogenannte „Preußische Kaffee“ aus Gerste, Gerstenmalz, Roggen und Zichorie, der als Alternative zum Bohnenkaffee in die Geschichte einging. Und der im Verhältnis zum Kaffee preisgünstige Landkaffee löste das Bier als Frühstücksgetränk ab. Die Menschen genossen es scheinbar so, am frühen Morgen einen klaren Kopf zu haben, dass der Pro-Kopf-Verbrauch 120 Liter erreichte. Damals verlieh man dem Getreidekaffee den Namen „Muckefuck“, der aus dem französischen „mocca faux“ – dem falschen Kaffee –  abgeleitet wurde. „Blümchen-Kaffee“ war ein weiterer Spitzname […]

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.