Pranamaya-Kosha, die aus Vitalenergie bestehende Hülle, und ihre Strukturelemente.
Die erste Hülle unseres Wesens, Annamaya-Kosha, der physische Körper, war unser Thema im letzten Heft. In und mit ihm machen wir die Erfahrungen in der physischen Welt. Die „Dichte“ und „Grobheit“ dieser Erfahrungen – vor allem Sinneswahrnehmungen und Emotionen – machen es schwierig bis unmöglich, uns der subtileren und tieferen Vorgänge in uns gewahr zu werden. Anders gesagt: Der Körper überlagert und verschleiert, was tief im Inneren geschieht – jene Dinge, die in den vor- und unbewussten Bereichen unseres Geistes liegen. Ein kleines Beispiel dazu: Wenn wir morgens aufwachen, erinnern wir uns manchmal noch an den letzten Traum, den wir hatten. Dann stehen wir auf, gehen ein paar Schritte, und – voilà – der Traum ist verschwunden! Die grobstoffliche Erfahrung (das Spüren unseres physischen Körpers) verdrängt das subtilere Geschehen (die tieferliegende Erinnerung an den Traum, beziehungsweise an jene Erfahrungen, die wir im „Traumkörper“, wie man in Tibet sagt, gemacht haben). Wir haben den Traum jetzt „vergessen“. Freilich vergisst Chitta, unser Geist, nichts wirklich, vielmehr bleibt jede Erfahrung als Erinnerung auf der „Festplatte“ unseres inneren Raumes gespeichert. Doch der Zugang dazu ist uns durch die groben Überlagerungen des Physischen meist verwehrt.