Jede Yoga-Übung ist der Ausdruck einer Bildgestalt. Über die Symbolik und Bedeutung der Asanas. Diesmal: Gomukhasana – das Kuhgesicht.
Manchmal kann man sich auf der Yogamatte ganz schön dumm fühlen. Zum Beispiel, wenn man nicht versteht, welches Bein wohin kommt, während der Nachbar auf der Yogamatte schon längst in der richtigen Position steht. Oder wenn man ein Asana gerade so „mit Ach und Krach“ meistert, während alle anderen scheinbar lässig und anmutig darin verweilen können. In diesen Momenten gelassen zu bleiben und sich selbst mit allen Schwächen zu lieben, ist ein Teil der Yogapraxis. Eine hervorragende Position, um das zu üben, bietet Gomukhasana.
Gomukhasana – das Kuhgesicht
„Offene Ohren sind passive Ohren.“
B.K.S. Iyengar
„Go“ bedeutet „Kuh“, und „mukha“ heißt „Gesicht“. Das Wort „go“ bezeichnet in bestimmten Zusammenhängen auch Licht, „gomukhasana“ steht somit für „Lichtheit im Kopf“. Ein Gefühl von Leichtigkeit im Kopf ist das, was sich in diesem Asana einstellt, das Ähnlichkeit mit dem Gesicht einer Kuh haben soll.
In Indien ist die Kuh heilig, weil sie Leben, Milch und Butter schenkt. Die Ägypter verehrten eine Kuhgöttin als Symbol des schöpferischen und weiblichen Prinzips und der Mutterschaft. In den Upanishaden heißt es, dass Atman sich in einen Mann und eine Frau geteilt hat: Die F