Zur Einführung: Licht im Dschungel des bewussten Atmens.
Es gibt heute so viele Möglichkeiten und Angebote, mit dem Atem zu arbeiten, dass es für die meisten kaum möglich ist, sich einen klaren Überblick zu verschaffen, geschweige denn zu beurteilen, was davon für sie im Hinblick auf die von ihnen angestrebten Ziele das Richtige sein könnte. Hier eine freie Auswahl aus dem reichen Menü des Atmens: Pranayama, Breathwork, Atemtherapie, Rebirthing, Wim-Hof-Methode, Middendorf-Atmen, Buteyko-Methode, Slow Breathing, Herzratenvariabilitätstraining (mit oder ohne Biofeedback), Tsa Lung, Apnoe-Training, Holotropes Atmen, Daoistisches Atmen und so weiter und so fort – unterschiedlichste Zugänge zum Atmen, nicht selten in bunten „Mixes" und in Verkleidung verschiedenster Markennamen.
Hinter vielen dieser Ideen verbirgt sich wiederum eine Fülle einzelner Techniken, Philosophien und Theorien. Nehmen wir nur den Begriff aus dem Titel dieses Beitrags: Slow Breathing. Er kann eine bewusste Atementspannung meinen, die bei freier Atemrhythmik eine Atemverlangsamung anstrebt. Oder aber ein Paced Breathing, das einen gezielten Eingriff in den natürlichen Atemrhythmus vornimmt, indem die Atmung nach einer bestimmten Vorgabe rhythmisiert wird. Es gibt unzählige Möglichkeiten, die Atemphasen auf diese Weise zu manipulieren. „Atemphasen" meint hier Einatmung, Ausatmung sowie evtl. Pausen, die man davor und/oder danach machen kann.
Manche Slow-Breathing-Techniken haben in der „Atemszene" eine gewisse Popularität erlangt, w