Impuls aus eigener Kraft: Wir folgen entweder der Einatemdynamik oder der Ausatemdynamik. Was das bedeutet und wie es uns prägt, lesen Sie hier.
Es ist viele Jahre her, dass ich zum ersten Mal die Möglichkeit erlebte, mir meiner Stimme und meines Atems und damit meiner selbst in jedem Moment, jeder Situation bewusst zu sein. Ich war auf etwas gestoßen, das mich nicht mehr losließ, sondern weiter und weiter führte. Ich begann eine Ausbildung an der „Schule Schlaffhorst-Andersen für Atmung und Stimme“. Diese und weitere Erfahrungen haben meinen Blickwinkel auf das Leben verändert.
Das immer neue Entdecken von Ungereimtheiten hat mich wach gehalten, nichts für endgültig oder unmöglich zu halten. Dennoch glaubte ich noch ziemlich lange, dass Kriterien wie „richtig“ und „falsch“ eine Berechtigung haben. Schließlich muss die Stimme frei schwingen und sich übend in diese Richtung verbessern. Als ich dem Ansatz der Atemtypen begegnete, wurde mir endgültig klar, dass ich meine Fragen anders stellen muss.
Ein Atemtyp? Was ist das?
Der Begriff „Atemtypen“ geht zurück auf Erich Wilk (1915–2000). Seine Forschungen wurden durch Charlotte Hagena und Christian Hagena weiterentwickelt und unter der Bezeichnung „Terlusollogie“ bekannt. Es werden zwei Atemtypen unterschieden: Einatem- und Ausatemtyp. Diese Unterscheidung geht davon aus, dass die Atemphasen innerhalb d