Der Tee vom Kap der guten Hoffnung: Rooibos ist ein wahres Feuerwerk an gesunden Inhaltsstoffen

Letztes Jahr zur Fußball-WM war die ganze Welt im Südafrika-Fieber, und überall wurden afrikanische Themen und Motive aufgegriffen, von kulinarischen Spezialitäten über musikalische Rhythmen bis hin zu farbenfroher Mode etc. Erstaunlich, dass ein geheimer Star Südafrikas noch immer nicht so groß ins Rampenlicht geriet, wie es seinem Potenzial eigentlich angemessen wäre: der Rooibos-Tee. Diese ganz besondere Teesorte, die sich nicht nur durch einen sehr angenehmen Geschmack, sondern auch durch eine immens vorteilhafte Zusammensetzung aus Nährstoffen und Antioxidantien auszeichnet, wächst exklusiv in Südafrika. Natürlich ist Rooibos-Tee das ganze Jahr über ein gesunder Genuss, aber gerade jetzt, da es allmählich auf den Frühling zugeht und die Themen Entschlackung und Revitalisierung wieder ins Blickfeld rücken, sind seine positiven Wirkungen von hohem Interesse. Denn wie zahlreiche Studien belegen, kann Rooibos eine wertvolle Unterstützung dabei sein, dem Organismus umfassend etwas Gutes zu tun.

Die Pflanze und ihre Herkunft
Nördlich von Kapstadt erstreckt sich ein etwa 100 Kilometer langer Gebirgszug, der den Namen Cedarberge trägt und den letzten Streifen einer riesigen buschigen Steppe bildet, hinter dem die Halbwüs­te Karoo beginnt. Die Cedarberge beheimaten viele Endemiten, also Tier- und Pflanzenarten, die nur in einem eng begrenzten Gebiet und nirgendwo anders auf der Welt vorkommen. Ein solcher Endemit ist auch der Rooibos, dessen botanische Bezeichnung Aspalathus linearis lautet. Der Rooibos oder, auf Deutsch, Rotbusch wächst hier in den Cedarbergen und im Gebiet des Olifants River auf leicht sauren Sandböden und blüht im südafrikanischen Frühling von Juli bis Oktober mit leuchtend gelben Blüten. Der Tee wird aus den nadelartigen Blättern des Buschs hergestellt, und dies bereits seit mehreren hundert Jahren, lange bevor der Rotbusch gezielt kultiviert wurde. Die Khoikoi, Ureinwohner des Kaps, entdeckten das köstliche Getränk aus den Rooibos-Nadeln schon früh für sich. Heutzutage hat der Rooibos-Tee in ganz Südafrika den Status eines Nationalgetränks erlangt, wird aber auch in großen Mengen exportiert, wobei Japan und Deutschland die größten Abnehmerländer sind. Derzeit bauen ca. 300 Farmer Rooibos an, die zusammen jährlich 12.000 Tonnen Tee produzieren.

Ein Tee, der viel zu bieten hat
Rooibos-Tee wird für seinen einzigartigen Geschmack geschätzt, der dezent vanillige oder karamellähnliche Noten aufweist und ansonsten schwer zu vergleichen ist. Leicht süßlich und zugleich erfrischend, hat er die Gunst von Teetrinkern auf der ganzen Welt gewonnen, wird aber auch von vielen gern getrunken, die eigentlich keine Teefans sind. Neben den geschmacklichen Vorzügen empfiehlt sich der Rooibos durch seine erwähnenswerten Inhaltsstoffe. Sein hoher Gehalt an Eisen, Zink, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Fluorid sowie weiteren Mineralien und Spurenelementen, aber auch Stoffe wie Karotinoide und Flavonoide sowie das krampflösende, beruhigende und bei Allergien hilfreiche Quercetin, das außerdem die Serotonin-Produktion stimuliert, machen ihn zu einem natürlichen Gesundheitselixier. In seiner Heimat gilt der bekömmliche Tee regelrecht als Universalmedizin. Unter anderem wird er dort Säuglingen mit großem Erfolg bei Dreimonatskoliken verabreicht. Auch für Erwachsene hat er sich bei Magen-Darm-Beschwerden bewährt; ferner wird er zur Linderung von Schlafstörungen, Allergien, Juckreiz, Heuschnupfen, Asthma und Rheuma getrunken und schützt dank Fluor die Zähne. Bei Hautproblemen kann er auch auf die Haut aufgetupft werden – mit seinen entzündungshemmenden Eigenschaften und dem für den Hautstoffwechsel wichtigen Zink kann er dort für Besserung sorgen. Zink und der hohe Antioxidantiengehalt verleihen dem Tee nebenbei Anti-Aging-Eigenschaften – so werden Komplexe aus Rooibos inzwischen auch in Anti-Falten-Cremes eingesetzt. Seine Effekte als Gegenspieler der freien Radikale, die ja sozusagen kleine Alterungskatalysatoren sind, entfaltet der Rooibos aber auch, wenn man ihn einfach regelmäßig trinkt. Aufgrund seiner günstigen Mineralstoff-zusammensetzung ist der Rooibos übrigens ein isotonischer Durstlöscher, der auch bei körperlicher Anstrengung und Flüssigkeitsverlust geeignet ist, den Elektrolythaushalt des Körpers wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Da Rooibos koffeinfrei ist, wirkt er nicht blutdrucksteigernd. Eher kann er sich wegen seiner gefäßerweiternden Eigenschaften blutdrucksenkend auswirken.

Wissenschaftliche Studien zu Rooibos
Zur Zeit führt das „South African Medical Research Council“ Untersuchungen zu den volksmedizinisch überlieferten Heilwirkungen des Rooibostees durch. Erste Studien scheinen eine krebsvorbeugende Wirkung zu belegen, denn die stark antioxidative Wirkung von Rooibos kann offenbar Schäden am Erbmaterial verhindern, die man für eine der Hauptursachen von Krebs hält. Auch andernorts wird zu Rooibos geforscht: In Japan etwa haben Wissenschaftler wohltuende Effekte bei Arteriosklerose, Hautkrankheiten, Allergien, hohem Blutdruck und Diabetes nachgewiesen. Zudem fanden japanische Wissenschaftler heraus, dass im Rooibos enthaltene Stoffe bestimmte Effekte auf das Immunsystem haben, die sie auch für die HIV-Forschung interessant machen. Schwedische Forscher belegten, dass Rooibos die Bildung eines Enzyms hemmt, das unter Verdacht steht, für die Entstehung von Herzkrankheiten mitverantwortlich zu sein. Auch die positiven Wirkungen bei Magen-Darm-Koliken, bei Diabetes und bei asthmatischen Beschwerden konnten bereits wissenschaftlich untermauert werden.

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