Warum leiden viele Menschen, selbst wenn sie spirituelle Praktiken erlernt haben, unter Rastlosigkeit und haben das Gefühl, in ihrer Entwicklung nicht weiterzukommen? Hat es damit zu tun, dass sie alles mit dem Verstand zu „bearbeiten“ versuchen? Der Weg der Transformation mit Hilfe buddhistischer Psychologie und Meditation führt von der Verstandesebene ins Fühlen. Wir leben in einer Zeit, in der gewissermaßen alles zu schnell geht. Vieles verändert sich im Äußeren, alles ist in stetem Wandel, und das Tempo scheint weiter zuzunehmen. Gleichzeitig erleben Menschen eine große Rastlosigkeit und innere Leere. Wir sind immer irgendwie auf der Suche nach etwas – nach uns selbst, nach einem besseren Leben, nach Glück, nach Partnern und vielem mehr. Dieses Suchen gab es natürlich schon zu allen Zeiten, und es gehört zur Natur des Menschen, aber was sich verstärkt hat, sind innere Unruhe und Getriebensein. Damit geht auch eine Zunahme an psychischen Problemen und psychosomatischen Erkrankungen einher. Denken reicht nicht Der tibetische Gelehrte Rinpoche Tarab Tulku meinte dazu, dass wir in einer Zeit leben, in der das konzeptuelle Bewusstsein, also der Verstand, unser Leben völlig dominiert und wir dadurch unsere anderen Bewusstseinsarten und Möglichkeiten, das Leben und uns selbst zu erfahren, kaum nutzen. Die tibetische Philosophie unterscheidet zwischen verschiedenen Bewusstseinsarten. Der Verstand ist nur eine Form davon. In der spirituellen Szene wird er häufig als etwas Schlechtes betrachtet oder negativ konnotiert, was aber nicht richtig ist. Der Verstand hat wichtige Funktionen, die wir für viele Bereiche des Lebens, insbesondere für die Kommunikation, brauchen. Probleme bekommen wir nur dann, wenn er – wie es derzeit der Fall ist – völlig dominiert. Buddhistisch gesehen, ist der Verstand eine indirekt erfahrbare Bewusstseinsart. Wenn wir uns hauptsächlich in der Verstandeswelt bewegen, können wir daher mit den Dingen, dem Leben und auch mit uns selbst nicht in einen direkt erfahrbaren, fühlenden […]

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