Neues aus dem Reich der Hülsenfrüchte: Erbsenprotein ist als Basis von veganen Produkten wie Fisch- und Fleischersatz, Shake-Pulver, pflanzlicher Eiscreme etc. im Trend.
Wer sich dieser Tage die Zutatenlisten auf den Verpackungen von veganen Fleisch- und Wurstersatzprodukten ansieht, staunt vielleicht über die Auflistung von Erbsenprotein: Aus den in Schoten versteckten grünen Kügelchen, beliebt als Gemüse frisch aus dem Garten, vom Marktstand oder aus der Tiefkühltruhe, soll Eiweiß gewonnen werden? Nein, nicht ganz. Die Quelle für Erbsenprotein sind Futtererbsen, die als Bio-Kraftfutter für Milchkühe und Geflügel verwendet werden, und gelbe Schälerbsen oder Trockenerbsen.
Erbsen gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler, lateinisch: Fabaceae oder Leguminosae. Sie gilt als eine der artenreichsten Pflanzenfamilien. Cousins und Cousinen sind unter anderem Bohnen, Lupinen, Linsen, Kichererbsen und Erdnüsse, die auf Englisch peanuts heißen, „Erbsennüsse“. Die rund zweihundertfünfzig Erbsensorten können in vier Untergruppen unterteilt werden: Acker- oder Futtererbsen – siehe oben –, „Markerbsen“, die frisch, tiefgefroren oder als Dosengemüse verzehrt werden, Zuckererbsen, welche man zusammen mit ihrer zarten Schote zubereitet und isst, und schließlich „Trockenerbsen“, die in ihren Hülsen geerntet, dann getrocknet und meist geschält werden. Letztere enthalten noch viel mehr Eiweiß, Antioxidantien und Ballaststoffe als frische Erbsen. Bei uns wurden sie wegen ihrer Nahrhaftigkeit und Haltbarkeit besonders in Kriegszeiten und von S