Heilung als Integration von Fehlendem und als Verstehen der Spielregeln des Lebens: Wie man Krankheitssymptome als Symbole erkennen und als Chance nutzen kann, um ganz zu werden und sich harmonisch dem Kosmos unterzuordnen.
Tatsächlich wissen wir wissenschaftlich gar nicht, wie Heilung funktioniert. Die alten Ärzte waren der Ansicht, der Arzt pflege lediglich, während die Natur heile: medicus curat, natura sanat. Erst die moderne Schulmedizin entwickelte die arrogante Idee, Mediziner könnten heilen. Aber ist das wirklich Heilung, was in modernen Gesundheitsfabriken produziert wird? Paracelsus glaubte noch, es sei der Archeus, der innere Arzt, der Heilung bewirke. Diese deutlich demütigere Haltung haben inzwischen jedoch auch viele Naturheilkundler aufgegeben. Dabei müssen sich selbst Chirurgen, die sich noch am ehesten für die Heilung mittels Reparatur verantwortlich fühlen könnten, manchmal von Mutter Natur eines Besseren belehren lassen, wie ihre alte Weisheit: „Operation gelungen, Patient tot“ verrät. Offensichtlich braucht es für Heilung mehr, als technisch alles richtig zu machen. Vieles ist noch heute einfach Erfahrungsmedizin, sogar in der Schulmedizin. In der Naturheilkunde ist überhaupt das allermeiste Erfahrungsheilkunde, in der Psychotherapie praktisch alles. Niemand kann biochemisch erklären, wie Worte heilen. Tatsächlich ist es insofern von der Psychotherapie zur Geistheilung nicht weit. Zu heilen ist jedenfalls ein hoher Anspruch. Heilung macht B