Floras wilde Früchtchen: Kleine rote Kraftpakete!
Ein Männlein steht im Walde, ganz still und stumm, es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.“ Mit diesem Kinderlied von Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahr 1843 ist die Hagebutte gemeint. Jeder kennt das Lied, genau wie jeder Hagebutten kennt. Die Früchte der Wildrosen gehören ganz selbstverständlich zu unseren mitteleuropäischen Landschaften und Gärten dazu. So erfahren sie oft gar nicht die Beachtung, die ihnen zusteht. Sie stellen nämlich wertvolle Nahrung für Vögel dar, die Büsche bieten Kleintieren Lebensraum, und fürs menschliche Auge sind Hagebutten ausgesprochen schön und dekorativ, zum Beispiel in Sträußen oder Kränzen. Sie können zu Tee, vitamin-C-reichem Hagebuttenmark und schmackhafter Marmelade verarbeitet werden. Vor allem aber verfügen sie über starke Heilkräfte. Hagebutten enthalten nicht nur viele Vitamine und Mineralstoffe, sondern das Pulver aus den getrockneten Früchten wirkt auch erwiesenermaßen gegen Arthrose – eine gute Nachricht für die zahlreichen von diesem schmerzhaften und behindernden Leiden betroffenen Menschen: Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung.
Das Öl aus den Kernen regeneriert und pflegt die Haut, wirkt antientzündlich und glättet Narbengewebe. Schon Kleopatra soll davon profitiert haben. Im Mittelalter wurden Hagebutten zur Behandlung verschiedener Krankheiten wie Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, rheumatischen Erkrankungen und Gicht verwendet, und man nahm sie zum E