Während der Schwangerschaft meistert der Körper besondere Herausforderungen, und die Seele durchläuft einen Reifungsprozess. In dieser Zeit ist eine sanfte, rückenschonende und hingabefördernde Yogapraxis gefragt.
In der Schwangerschaft muss der Körper große Arbeit leisten und das zusätzliche Gewicht des heranwachsenden Babys tragen. Auch die Bänder, die den wachsenden Uterus in Position halten, werden während der Schwangerschaft reichlich beansprucht. Je ausladender der Bauch wird, desto mehr wird das Kreuzbein nach vorn gezogen. So entsteht ab etwa dem sechsten Schwangerschaftsmonat ein ausgeprägtes Hohlkreuz. Um diese verstärkte Kurve der Lendenwirbelsäule auszugleichen, werden auch die anderen Krümmungen der Wirbelsäule extremer. Für den Rücken ist das „nicht ohne“. Die Wirbelsäule ist schließlich die zentrale Achse des Körpers. Last trägt sie am besten, wenn sie gut aufgerichtet ist. Mit dem Voranschreiten der Schwangerschaft werden die Kurven der Wirbelsäule ausgeprägter. Dies hat zur Folge, dass sich die Aufrichtung verändert. Durch die hormonell bedingte Auflockerung der Sehnen, Bänder und Gelenke geht noch zusätzlich Stabilität verloren. Ein gesunder, starker Rücken kann dieser Belastungsprobe gewöhnlich standhalten. Verspannungen im Rückenbereich kommen aber in der Schwangerschaft trotzdem häufig vor. Umso wichtiger ist es, den Rücken beim Yoga nicht noch mehr zu belasten, sondern durch gezielte, schwangerschaftstaugliche Übungen die Haltung zu verbessern, lästigen Verspannungen e