Zen-Meditation – eine praktische Einführung.
Zen zu praktizieren bedeutet, ganz im gegenwärtigen Moment zu sein. Keine leichte Übung, aber eine wunderschöne. Hier erfährst du, wie du die japanische Kunst der Meditation richtig anwenden kannst.
Zen ist reduziert. Pragmatisch. Fokussiert. Es ist schlicht und einfach. Beim Verweilen in einem japanischen Zen-Kloster wird deutlich, was damit gemeint ist. Hier findet man wesentlich weniger Buddha-Statuen oder Mandalas als zum Beispiel in Tempeln des tibetischen Buddhismus. Man möchte sich auf das Wesentliche konzentrieren, um die Erleuchtung, die „Selbst-Wesensschau“, zu erlangen. Erleuchtung bedeutet, aus der Dualität hinauszutreten und die Einheit aller Dinge zu erfahren. Während man in einigen buddhistischen Schulen davon ausgeht, dass wirkliche Erleuchtung nur stufenweise und über einen langen Zeitraum erreicht werden kann, glaubt man im japanischen Zen, dass sie plötzlich und spontan erfolgen kann.
Ein weiterer Unterschied besteht in den Techniken, die zur Erleuchtung führen: In manchen buddhistischen Schulen werden Buddhas Reden gelesen, rezitiert und analysiert oder Mandalas (Bilder) visualisiert. Sie dienen als Hilfsmittel auf dem Weg zur Selbst-Wesensschau. Beim Zen hingegen wird die Schlichtheit dadurch betont, dass man während der Übung, dem Zazen, nur auf den Boden bzw. auf eine weiße Wand schaut, sich auf den Atem konzentriert oder sich einem Koans widmet. Bei einem Koan h