Die konsequent transzendentale Lehre des Advaita-Vedanta und der Übergang von der Theorie zur Praxis.
Die Sichtweise des Jnana-Yoga ist in den vier Mahavakyas der Upanishaden enthalten. Sie sind die Grundformeln der Advaita-Vedanta-Schule, sozusagen das zusammengefasste Credo der vedantischen Philosophie:
- „Prajnanam Brahman“
- „Aham Brahmasmi“
- „Tat Tvam Asi“
- „Ayam Atma Brahman“
Diese vier zentralen Aphorismen bilden die Essenz der Upanishaden.
Bewusstsein ist alles
Das erste Prinzip ist Prajnanam Brahman: „Reines Bewusstsein ist das Absolute.“ Das bedeutet, dass wir die absolute Wahrheit nicht irgendwo im Außen suchen, vor allem nicht in Konzepten, sondern im Strom unseres eigenen Bewusstseins. Ist der Geist vom konzeptionellen Denken und von allen mentalen Eindrücken und Impulsen (Samskaras) befreit, beginnt er als reiner, mit Licht erfüllter Raum des Bewusstseins zu leuchten. Und in diesem Raum gibt es keine trennende Dualität mehr – das ist die Grundaussage von Advaita.
Alles ist Brahman, und diese Welt ist eine Illusion. Aber solange dies nicht zum Motto und zur Vision des eigenen Lebens geworden ist, kommt die Verwirklichung nicht voran.
Die eigene Göttlichkeit – eine schockierende Herausforderung für das Ego
Die Quintessenz des Vedanta ist das Wissen und die Wahrnehmung des Selbst. Von Natur aus bin ich dieser formlose, alles durchdringende Atman. (Avadhuta-Gita)
Aham Brahmasmi bedeutet: „Ich bin das Absolute.“ Sobald der gereinigte Geist beginnt, seine eigene Natur zu begreifen, beginnt sich d
