Warum statisches Halten den Blutdruck stärker senken kann als Joggen – und was Yoga daraus lernen sollte.
Wenn es um das Thema Blutdruck geht, lautet die Standardantwort seit Jahrzehnten: Ausdauer. Gehen, Laufen, Fahrradfahren. Das klingt logisch – und ist nicht falsch. Die Integration in das Setting einer Yogapraxis ist jedoch oft schwierig: Typische Ausdauersportarten brauchen Platz, finden meist im Freien statt und passen nur bedingt in den Rahmen von Matte, Raum und Unterrichtsstruktur. Im Yoga hingegen sind wir überwiegend auf der Yogamatte aktiv. Doch nun wird es spannend: Die Datenlage hat sich verschoben. Eine große Auswertung randomisierter Studien kommt zu einem klaren Ergebnis: Statisches Halten (Isometrik) kann den Ruheblutdruck im Mittel stärker senken als klassische Ausdauerprogramme .
Das eröffnet für das Yoga-Setting neue Möglichkeiten, denn statische Halteübungen lassen sich auf kleiner Fläche, mit wenig Equipment und gut dosierbar umsetzen – zu Hause wie im Unterricht.
Was wurde untersucht?
Die Autoren verglichen insgesamt fünf Trainingsmodi: Ausdauertraining, dynamisches Krafttraining, kombiniertes Training, High-Intensity Interval Training und isometrisches Training (statisches Halten). Edwards und Kollegen führten eine systematische Übersichtsarbeit mit paarweiser Meta-Analyse und Netzwerk-Meta-Analyse durch. Eingeschlossen wurden randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) von 1990 bis Februar 2023, in denen ein Trainingsprogramm mindestens 2 Wochen dauerte und systolischer und/oder diastolischer Ruheblutdruck v