Anna Trökes über zwei Pranayamas, welche die Energie der „beseligenden Heiterkeit“ wecken.
Die beiden Pranayamas Bhramari und Murchha folgen in der Hatha-Yoga-Pradipika dem intensiven und stark erhitzenden Bhastrika-Pranayama. Sie bringen in der Reihe der Kumbhakas eine ganz neue Energie ins Spiel, nämlich die der „beseligenden Heiterkeit“ bzw. die der „Glückseligkeit“. Damit spielen sie auf den Zustand ananda an, der im Hatha-Yoga am Ende des Weges einer Vision gleich aufscheint. Er beschreibt die Empfindung, die sich einstellt, wenn alle Bewegungen des Geistes zur Ruhe gekommen sind und unser Bewusstsein völlig aufgegangen ist in der Erfahrung des Absoluten oder des Göttlichen. Es ist der Zustand von „Sein-Bewusstsein-Seligkeit“ (sat-cit-ananda), in den die beiden Pranayamas uns stufenweise hinein geleiten wollen. Durch die Benennung eines so »erhabenen« und im Alltag oft so fernen Ziels wird klar, dass sie prozesshaft angelegt sind, also immer im starken Bezug zu der sie umgebenden Übungspraxis stehen müssen. Sie brauchen einen Vorlauf in der Asana- und /oder Pranayama-Praxis, um das Feld vorzubereiten, in dem solche Empfindungen möglich werden können und sie brauchen einen Ausklang, der dem Übenden hilft, in der Folge dieser Pranayamas entweder in die Meditation hinüber zu gleiten oder wieder so viel Erdung und Wachbewusstheit zu erlangen, dass e
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