Ayurveda schmeckt nicht nur gut, sondern verfügt auch über große Heilkräfte, die deine Gesundheit unterstützen können. Vasant Lad, einer der bekanntesten ayurvedischen Ärzte hat zusammen mit seiner Frau ein Kochbuch geschrieben, dass eine Vielzahl von köstlichen und heilsamen Rezepten enthält. Einige davon möchten wir dir hier vorstellen. 

(c) Narayana Verlag

Wenn dir die folgenden Rezepte schmecken und du mehr über Dr. Vasant Lad erfahren möchtest, so findest du zwei sehr berührende und ehrliche Interviews mit ihm hier sowie in unserer Ausgabe YOGA AKTUELL SPEZIAL 08 zum Thema Yogatherapie & Heilung. Aber nun erst Mal ran an den Herd und viel Spaß beim Nachkochen!

Alle Rezepte findest du auch in Vasant und Usha Lads Buch: Das Kochbuch des Ayurveda. Selbstheilung durch die ayurvedische Küche, Narayana Verlag 2019, ISBN 978-3-95582-040-4

 

Rezepte

1. Samosa

(c) Brent Hofacker

Für 4 Personen

Für die Füllung

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4 mittelgroße Kartoffeln
300 g gemischtes Gemüse (Karotten, frische grüne Erbsen und Blumenkohl sind besonders gut)
1 Handvoll Korianderblätter,
fein gehackt
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Salz
1/2 TL Cayenne
1 TL Korianderpulver
1 TL Kreuzkümmelsamen, gemahlen
1/4 TL Zimtpulver

Für den Teig

360 g normales Mehl
4 EL Färberdistelöl
1/2 TL Salz
180 ml Wasser (ungefähr)
Öl zum Frittieren
Minz-Chutney (s. weiter unten)

Zubereitung der Füllung

  1. Kartoffeln waschen und ganz in der Schale kochen, bis sie gar sind.
  2. Das Gemüse waschen und sehr fein hacken. Mit einer kleinen Menge Wasser kochen, bis es gar ist.
  3. Wenn die Kartoffeln gekocht sind, abkühlen lassen, dann schälen und in kleine Würfel schneiden.
  4. Das gekochte Gemüse abseihen. Mit den Kartoffeln vermischen. Korianderblätter, Kurkuma, Salz, Cayenne, Korianderpulver, Kreuzkümmelsamen und Zimtpulver hinzufügen und gut verrühren.

Zubereitung des Teigs

  1. Mehl und Salz in einem flachen Teller miteinander vermengen.
  2. Färberdistelöl erhitzen, bis ein Tropfen Teig darin zischend kocht.
  3. Eine Vertiefung ins Mehl machen. Das heiße Öl in die Mehlmulde gießen, dann sorgfältig mit den Händen vermischen.
  4. Nun das Wasser löffelweise hinzufügen, vermischen und so lange mit den Händen kneten, bis der Teig dick und glatt ist und nicht mehr klebt.
  5. Den zugedeckten Teig etwa 20 Minuten beiseitestellen.

Die Samosas herstellen

  1. Ein walnussgroßes Stück Teig abtrennen und zu einer Kugel formen. Auf einem leicht bemehlten Brett ausrollen, bis ein Kreis entsteht, der einen Durchmesser von etwa 10–12 cm hat und ca. 3 mm dick ist.
  2. Etwa 2 EL der abgekühlten Füllung in die Mitte des Kreises geben. Jetzt die Füllung bedecken, indem man die Seiten zu je einem Drittel so einschlägt, dass ein Dreieck entsteht. Alle Enden gut zusammendrücken. Wenn sie nicht zusammenkleben, mit etwas Wasser oder Milch leicht anfeuchten, dann andrücken.
  3. Sobald alle Samosas gefüllt sind, mit dem Frittieren beginnen. Das Öl erhitzen, bis ein Teigtropfen sofort an der Oberfläche schwimmt. 1 oder 2 Samosas ins heiße Öl legen und für ca. 4–5 Minuten frittieren, dabei ständig wenden, bis sie eine leicht goldene Farbe haben.
  4. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Minz-Chutney servieren.

Tipp

Kapha-Menschen sollten Samosas wegen des Frittierens in Maßen essen.
Besitzt die gleichen Qualitäten wie Kartoffel-Vadha.

2. Karotten-Raita

(c) Narayana Verlag

Für 6–8 Personen

Zutaten
150 g rohe Karotten
1/2 grüne Chili, fein gehackt
2 EL Ghi
1/2 TL schwarze Senfsamen
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 Prise Asafoetida
1 kleine Handvoll Korianderblätter, gehackt
250 g Naturjoghurt
1/4 TL Salz

Zubereitung

  1. Die Karotten waschen und mittelfein reiben.
  2. Karotten ins Joghurt geben und langsam vermengen.
  3. Das Ghi in einer kleinen Pfanne erwärmen und Senfsamen, Kreuzkümmelsamen und Asafoetida hinzufügen. Umrühren, bis die Samen platzen, dann Chili und Korianderblätter dazugeben. Vom Herd nehmen.
  4. Die gekochten Gewürze und das Salz in die Joghurt- Karotten-Mischung einrühren.

Tipps

  • Eignet sich als Beilage für 6–8 Personen, ein oder zwei Löffel pro Person.
  • Die scharfen und erhitzenden Qualitäten der Karotten können Pitta verstärken. Der gelegentliche Verzehr ist in Ordnung für Pitta-Menschen, wenn man extra Kreuzkümmelsamen und Korianderblätter hinzufügt. Kapha kann das Gericht ab und zu essen.
  • In der Schwangerschaft ist davon abzuraten, Karotten zu häufig zu essen.

3. Minz-Chutney

(c) Narayana Verlag

Ergibt ungefähr 500 ml

Zutaten
3 Handvoll frische Minzblätter
250 m Wasser
100 g geraspelte, ungesüßte Kokosnuss
1/2 kleiner grüner Chili, gehackt
2,5 cm frischer Ingwer, geschält und fein gehackt
1 EL Ghi
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1/2 TL schwarze Senfsamen
1 Prise Asafoetida
4 Curryblätter, frisch oder getrocknet
1/2 Limette
1/4 TL Salz

Zubereitung

  1. Die Minzblätter waschen und lange Stiele entfernen.
  2. Minze, Wasser, Kokosnuss, Chili und Ingwer in einen Standmixer geben und bei mittlerer Geschwindigkeit pürieren, bis man eine gut vermischte und fein gemahlene Paste erhält.
  3. Einen Topf auf mittlerer Stufe erwärmen und Ghi, Kreuzkümmelsamen, Senfsamen, Asafoetida und Curryblätter hinzufügen. Braten, bis die Samen platzen, abkühlen lassen und zur Minzpaste geben.
  4. Den ausgepressten Limettensaft und das Salz beimengen und gut umrühren.

Tipps

Im Kühlschrank aufbewahren. Hält sich 2–3 Tage.
Die Minze besänftigt Pitta, aber man sollte die Chilischote am besten weglassen.

4. Mischgemüsesuppe

(c) Narayana Verlag

Für 4 Personen

Zutaten

600 g gemischtes Gemüse (Karotten, grüne Bohnen, Kürbis etc.)
500 ml Wasser
1 TL Kreuzkümmelsamen
6 ganze Pfefferkörner
2,5 cm Zimtstange
10 Nelken
10 Kardamomkapseln
2 EL Ghi
1/2 TL Salz

Zubereitung

  1. Das Gemüse waschen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Gemüse und Wasser in einen großen Suppentopf geben und mit Deckel auf mittlerer Stufe kochen, bis es gerade weich ist. In einer Schüssel beiseitestellen.
  3. In der Zwischenzeit Kreuzkümmelsamen, Pfefferkörner, Zimtstange, Kardamomkapseln und Nelken in einem Mörser zu einem feinen Pulver zerreiben oder in einem Mixer mahlen.
  4. Einen Suppentopf auf mittlerer Stufe erwärmen und zuerst das Gh, dann die gemahlenen Gewürze hineingeben. Einen Moment sautieren, aber aufpassen, dass sie nicht verbrennen.
  5. Das Gemüse und 1 l von der Brühe hinzufügen. 2 Minuten lang kochen.
  6. Das Salz einrühren und servieren.

Tipp

Jede Gemüsesorte hat einen besonderen, beruhigenden oder anregenden Effekt auf die Doshas, wenn sie allein gegessen wird. Karotten z. B. beruhigen Vāta und Kapha, aber können Pitta wegen ihrer erhitzenden Qualität reizen. Kocht man Gemüse zusammen und mit diesen Gewürzen, erhält man eine Suppe, die Tridosha und somit gut für alle Konstitutionen ist.

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