Seit vierzehn Jahren schreibt Wolfgang Bischoff zu jedem Vollmond einen kontemplativen Text und lädt Menschen weltweit dazu ein, sich von 21 bis 22 Uhr der jeweiligen Ortszeit in eine aufrechte und bequeme Meditationshaltung zu begeben, still zu werden, den Text zu kontemplieren und danach mit der persönlichen Meditationspraxis zu beginnen.

Liebe Menschen,
 
am 26. Mai erstrahlt der Frühlingsvollmond am Himmel auf eine wunderschöne Erde, deren Bewohner sich alle in einer außergewöhnlichen Lage befinden. Für uns alle gibt es etwas zu lernen, und jeder kann von 21 bis 22 Uhr an seinem Platz in die Stille gehen und sich fragen:
Was ist es, das uns alle verbindet?
Was ist es, das wir so lange vernachlässigt oder sogar übersehen haben?
Was kann ich jetzt aus dieser Zeit lernen?
 
Zur Unterstützung möchte ich euch folgende Anregungen anbieten, die auf das Wesentliche in diesem Leben hinweisen:
 
1. Ich suche inneren Frieden und nicht mein Recht!

  1. Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete,
    hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. 
    Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.
    Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.
    Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
    Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht,
    sie bläht sich nicht auf.
    Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
    Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
    Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.

    (Das Hohelied der Liebe, 1. Korinther 13)

  2. Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
    Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
    Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
    Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
    Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll.
    Klugheit ohne Liebe macht gerissen.
    Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
    Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
    Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
    Macht ohne Liebe macht gewalttätig.
    Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
    Besitz ohne Liebe macht geizig.

Glaube ohne Liebe macht fanatisch

(Asiatische Weisheit)

Ich wünsche euch allen eine erkenntnisreiche, stille Stunde. 

Jetzt schon vormerken: Einen Beitrag zum Juni-Vollmond findest du in der nächsten Ausgabe von YOGA AKTUELL.

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