Räuchern hat in vielen Kulturen eine lange Tradition und wird beispielsweise zur Reinigung von Räumen und zur Beseitigung von negativer Energie angewandt. Hier findest du eine Anleitung für ein reinigendes Räucherritual für mehr Selbstliebe und vieles mehr zum Thema.

Kiera Fogg hat vor kurzem ein schönes Buch zum Thema veröffentlicht. Das folgende Ritual sowie die Tipps wurden mit freundlicher Genehmigung des Irisiana Verlags aus dem Buch übernommen.

Der Sinn des Räucherns

Beim Räuchern werden Kräuter, Blumen, Hölzer und Harze verbrannt und in Rauch umgewandelt. Das Feuer dient dabei als Verwandler, der die Essenz des grobstofflichen Räucherwerks auf eine feinstoffliche Ebene überträgt und somit die Verbindung mit höheren Ebenen ermöglicht. So liegt der Sinn des Räucherns unter anderem darin, unser weltliches Denken für die Wahrnehmung von feinstofflichen Sphären zu öffnen und eine Verbindung mit höheren Ebenen herzustellen.

Deine Räucherausrüstung

© Dave Burton, Jess Esposito, Erin leslie, Phil Wilkins, Sydney St. Mars und Littl Box of Rocks

Es ist von Vorteil, sich zum Räuchern einige grundlegende Gegenstände zuzulegen. Hier einige Beispiele:

Eine Muschelschale dient als geeignetes Gefäß, um lose Räuchermischungen zu räuchern, aber auch als Ablageort für ein angezündetes Kräuterbündel. In indigenen Räuchertraditionen repräsentiert die Muschel das Element Wasser.

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Kohleanzünder oder Holzkohle sorgen dafür, dass die Räucherzutaten lange genug brennen und nicht sofort verglühen.

Mit einer Schnur aus reiner Baumwolle bindest du deine Kräuterbündel zusammen.

Ein Federstab steht symbolisch für das Element Luft. Mit den Federn kannst du den Rauch über Objekte und in Räumen verteilen. Einen Federstab kannst du online kaufen, aber auch ganz einfach selbst basteln, indem du gefundene Federn zusammenbindest.

Eine Sprühflasche dient als Gefäß für Sprühelixiere, die du aus gefiltertem Wasser, Hamameliswasser sowie ätherischen Ölen herstellen kannst.

Pflanzen stehen im Zentrum von Reinigungsritualen. Verwendet werden sie vor allem in Form von getrockneten Blumen, Kräutern, Harzen, ätherischen Ölen und Pulvern.

Stößel und Mörser werden vor allem zur Herstellung von losem Räucherwerk benötigt. Mit diesen Materialien können Pflanzen zu Pulver zerstoßen werden.

Streichhölzer dienen zum Entzünden der Räuchermischungen. Sie stehen für das Element Feuer, sind biologisch abbaubar und einfach zu entsorgen.

Den Raum vorbereiten

© Dave Burton, Jess Esposito, Erin leslie, Phil Wilkins, Sydney St. Mars und Littl Box of Rocks

Die Atmosphäre im Raum ist entscheidend. Durch die richtige Vorbereitung legst du die Basis für das ganze Ritual. Mit vier einfachen Schritten bereitest du die Umgebung vor:

  1. Mach dir deine Absicht bewusst
    Sich über die eigenen Intentionen bewusst zu werden, ist einer der wichtigsten Schritte, wenn mit Energie gearbeitet wird. „Energy goes where attention flows“ – die Energie fließt dorthin, worauf die Absicht gelenkt wird. Nimm dir daher einige Augenblicke Zeit und denk darüber nach, was du mit dem Ritual beabsichtigst.
  2. Frischluft
    Vor allem vor Reinigungsritualen ist es wichtig, noch mal gut durchzulüften. Bei einer energetischen Reinigung werden schließlich negative Energien freigelassen. Damit diese auch, gemeinsam mit dem Rauch, irgendwo hinströmen können, ist es sinnvoll, die Fenster zu öffnen und Raum zu schaffen.
  1. Sauber machen
    Ein gründlich geputztes und aufgeräumtes Heim verströmt eine ganz besondere Atmosphäre. Ein Hausputz ist eine der schnellsten Methoden, abgestandene Energien zu reinigen – je sorgfältiger die Wohnung oder das Haus gereinigt wurde, desto besser. Nimm dir also etwas Zeit zum Staubsaugen, Aufräumen oder Wischen, bevor du mit deinem Ritual beginnst.
  2. Selbstreinigung

Reinige vor dem eigentlichen Ritual auch dich selbst und deine Materialien mit dem Rauch.

Räuchern für mehr Selbstliebe

© Dave Burton, Jess Esposito, Erin leslie, Phil Wilkins, Sydney St. Mars und Littl Box of Rocks

Das folgende Ritual stammt aus Kiera Foggs Buch Räucherrituale. Es fördert das Gefühl der Stärke, der Selbstermächtigung und des Selbstwerts. Das brauchst du dafür:

Mischung:
Palo Santo
Rose
Thymian
Zimt

Heilstein:
Rosenquarz

Material:
Schnur
Spiegel
hitzebeständige Schale
Federstab
Apfel

Und so geht’s:

Zunächst bindest du dein Räucherwerk bzw. dein Kräuterbündel.

Stell dich vor einen Spiegel (am besten einen großen, in dem du dich komplett betrachten kannst) und entzünde dein Kräuterbündel in einer hitzebeständigen Schale. Fächle den Rauch sanft über dein Spiegelbild. Bitte deine Höhere Macht, das Ritual mit Liebe zu segnen.

Während du den Apfel in der einen Hand hältst und mit der anderen den Rosenquarz an dein Herz legst, blick in das Spiegelbild deiner eigenen Augen.

Wiederhole die Worte: „Ich nähre dich mit Liebe. Vielen Dank, ich nehme diese Liebe an.“ Dies ist eine sehr wirkungsvolle Methode, die darauf abzielt, sich tief in deinem Unterbewusstsein zu verankern. Sprich die Worte so oft, bis du einen Wandel in deinem Herzen wahrnehmen kannst.

Sobald sich dieses Gefühl in dir einstellt, iss den Apfel als Symbol der nahrhaften Liebe, die du dir selbst zuteil werden lässt.

Danke deiner Höheren Macht und bitte darum, dass dir dieses Gefühl der Selbstliebe für immer erhalten bleibt. Du kannst den Rosenquarz täglich mit dir tragen, um dich dadurch stets an die bedingungslose Liebe zu erinnern, die du dir selbst schenkst.

Affirmation:

„Ich nähre dich mit Liebe. Vielen Dank, ich nehme diese Liebe an.“

© Dave Burton, Jess Esposito, Erin leslie, Phil Wilkins, Sydney St. Mars und Littl Box of Rocks

Zum Weiterlesen:

Kiera Fogg: Räucherrituale. Heilen. Segnen. Inspirieren. Mit 30 Kräutermischungen für die energetische Reinigung, Irisiana Verlag 2020

 

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