Spiegel und Widerspiegelungen – über das unveränderliche, reine Gewahrsein und das „Spiel“ der Phänomene
Für die Natur des Geistes, für die primäre Grundlage des Bewusstseins haben die Religionen unterschiedliche Bezeichnungen. Dass die Welt auf Bewusstsein basiert, ist jedoch durchgängig anerkannt. Und die Grundlage dieses Bewusstseins sehen die meisten spirituellen Traditionen als göttlich, rein, leuchtend, ewig und unveränderlich an.
Phänomene wie Körper, Rede, Gedanken, Verstand, im Grunde alles, was grob- oder feinstofflich ist, unterliegt einem ständigen Wandel. Doch hinter allen Veränderungen liegt etwas Unveränderliches, etwas, das ihr Fundament bildet, Anfang und Ende aller Transformationen. Diese klare und leere Bewusstheit wird als Natur des Geistes, Gott, Brahman, Tao und mit vielen anderen Namen bezeichnet. Sie ist in allen Wesen und Phänomenen gegenwärtig, grundlegend und außerordentlich subtil. Sie ist in jedem von uns vorhanden, wird aber normalerweise nicht bemerkt, da unsere Aufmerksamkeit nach außen gerichtet ist. Versuchen wir also zunächst einmal in uns selbst herauszufinden, was sie ist, diese Grundlage der gesamten manifestierten und unmanifestierten Welt.
Spiegel und Widerspiegelungen
Du sitzt gerade da und liest diesen Artikel. Doch dein Hintergrundgewahrsein ist sich ständig und ganz natürlich deiner selbst, deiner Körperhaltung, des Lesens, deiner inneren Gedanken und Empfindungen in diesem Moment, des Stuhls, auf dem du sitzt, des Zimmers, der S