Die Leerheit birgt alles – die eine Wahrheit hinter den vielen Wegen
Bei der Beschäftigung mit den spirituellen Philosophien des Ostens begegnet man häufig dem Begriff der Leerheit (Shunyata) als Eigenschaft von allem Phänomenalen. Er beschreibt die manifeste und die astrale Welt grundsätzlich als leer von inhärenter, also eigenständiger Existenz. Diese Wortwahl löst bei vielen Menschen Befremden aus, da man dies nihilistisch fehlinterpretieren kann.
Sehnsucht nach mehr
Denn was wir uns von der Spiritualität oft erhoffen, ist eher Fülle – materiell, astral, spirituell. Unsere Sinneswahrnehmungen suchen neue Eindrücke. Unser Verstand möchte ständig mit Gedanken spielen. Unsere Emotionen geben uns das Gefühl von Lebendigkeit. Diese Art von Fülle haben wir also schon. Trotzdem sind wir oft nicht glücklich, denn all das macht uns auch müde. Dann entsteht vielleicht das Empfinden, es müsse irgendwo etwas Größeres, Tieferes, Freieres geben. Wir wissen zwar nicht genau, was das sein könnte, hoffen jedoch, dass unser Leben irgendwie anders verlaufen könnte. Diese Erwartung richtet sich nicht immer und unbedingt nur auf unsere äußere Welt, sondern vor allem nach innen. Trotzdem verbinden wir sie eher mit dem Begriff der Fülle als mit dem Wort „Leerheit".
Frage nach dem Sinn des Lebens
Sobald diese innere Suche erwacht, will man Antworten. Was ist der S