Man selbst kann sein härtester Gegner sein – wie man trotz aller Hindernisse Gedankenstille erlangen kann
Im zweiten Yoga-Sutra von Teil I schreibt Autor Patanjali, dass der Zustand des Yoga erreicht wird, indem man den Gedankenfluss im Geist verhindert. Dieser Gedankenfluss wird als chitta bezeichnet und seine Natur oder vrtti ist eine kontinuierliche Kette von Gedanken, von denen einer auf den anderen folgt. Indem man ihn verhindert, bringt man einen Zustand der Stille in den Geist und unser gesamtes Wesen kommt der grenzenlosen Energie des Purusha näher. Dies bedeutet, dass man sich, indem man sein Denken zur Ruhe bringt, von der Welt der Sinneswahrnehmung abschottet und näher an seine innere Realität oder sein inneres Selbst herankommt – an die Seele. Das Denken zur Ruhe zu bringen ist wie einen Damm aufzubauen, um den mächtigen Strom eines Flusses aufzuhalten. Diese akkumulierte Kraft beinhaltet eine ungeheure Energie.
Unter normalen Umständen ist unser Denken durch die Sinne komplett in die Welt verstrickt. Man nimmt permanent neues Wissen auf und das Denken verarbeitet es. Der erste Schritt, Stille in den Geist zu bringen, ist die Sinneswahrnehmungen zu stoppen. Das Denken ist der Grund der Verstrickung in die Welt, aber nur durch das Denken kann man s