Jede Yoga-Übung ist der Ausdruck einer Bildgestalt. Über die Symbolik und Bedeutung der Asanas. Diesmal: Pincha-Mayurasana – der Pfau.
Im Yoga werden Umkehrhaltungen als Positionen definiert, in denen das Herz höher ist als der Kopf oder die Füße höher sind als das Herz. Erstere sind sanfte Umkehrstellungen wie der herabschauende Hund oder der Delphin, Letztere vollständige Umkehrhaltungen wie der Kopfstand oder der Unterarmstand. Um eine vollständige Umkehrhaltung ausführen zu können, müssen wir zuerst Kraft und Beweglichkeit im Oberkörper entwickeln. Sanfte Umkehr-stellungen bereiten den Körper darauf vor. Vollständige Umkehrhaltungen stellen die gewohnte Perspektive auf den Kopf. Das kann Angst auslösen und bietet damit die Gelegenheit, der Angst in die Augen zu sehen, sie zu umarmen und gemeinsam mit ihr die gewohnte Perspektive umzudrehen.