Wie wir sie überwinden, um harmonisches Handeln zu kultivieren. Diesmal: Mada – Stolz.
Wir sind geneigt, unser Unglück im Leben an äußeren Dingen festzumachen – ein unbefriedigender Job, schwierige Nachbarn, schlechtes Wetter … Aber der Yoga ist da ganz klar. Er sagt: Es braucht keine Veränderung der äußeren Umstände, sondern eine Modifikation unserer inneren Einstellung. So wie man, um das Spiegelbild zu verändern, nicht am Spiegel arbeitet, sondern an sich selbst – denn die Welt und die äußeren Umstände sind ein Spiegel unseres inneren Zustands –, so gilt es also am Innen zu arbeiten, um dann zu sehen, wie sich dadurch das Erleben im Außen verändert.
Aus hinduistischer Sicht kann ein Mensch die wahre Bedeutung der Liebe (= Seele, Gott) nicht verstehen, ohne seine inneren Störenfriede, die Arishadvarga (ari = Feinde; sash / hier: shad = sechs, varga = Gruppe) in vollem Umfang zu kennen. Diese Feinde des Geistes ziehen uns nach allen Seiten von unserer Seele weg und lassen uns uns selbst als unglücklich erleben. Sie gehören zu den Grundüberzeugungen des Kali-Yuga,1 und jeder Mensch muss sie erkennen und ihre Konsequenzen verstehen, um dieses Elend zu überwinden. Nur so kann er sein volles Potenzial ausschöpfen und die wahre Bedeutung von Liebe und Göttlichkeit begreifen. Tatsächlich sagt der Sanatana-Dharma,2 dass u