Im dritten Teil der Reihe Kumbhaka geht es darum, die durch Pranayama erzeugte pranische Energie über die Energieschleuse Jalandhara Bandha gezielt zu steuern
Der Begriff Pranayama lässt sich auf zwei Weisen deuten: Prana Ayama = das freie Fließen lassen der Energie und Prana Yama = das Lenken der Energie (in eine bestimmte Richtung). Beides ist im Hatha-Yoga gleich wichtig, jedoch scheint es sinnvoll zu sein, sich zuerst darum zu kümmern, dass unsere Lebensenergie überall in unserem Körper frei zu strömen vermag, bevor man beginnt, sie in eine bestimmte Richtung zu lenken. Meiner Ansicht nach sind im Laufe der Jahrhunderte viele der Asanas und Bewegungsabläufe aus genau diesem Grund entwickelt worden: sie sollen uns helfen, den Körper auf der Ebene der Gewebe wie auch auf mentaler Ebene zu reinigen und Blockierungen zu lösen, damit der Prana uns durchströmen kann.
Wenn der Prana dann gelenkt werden soll, braucht es diese Durchlässigkeit, denn er beginnt sich sonst an den Blockaden so zu stauen, dass auf der körperlichen Ebene Probleme wie Verspannungen oder Schmerzen entstehen.
Mittels der Bandhas wird der frei strömende Prana kanalisiert