Über die Atemtechnik des Kumbhaka möchte der Yogi einen atemlosen Zustand erlangen. Im zweiten Teil zu diesem Thema erklärt Anna Trökes, wie man seinen Atem langsam zur Ruhe bringt
Die entstehen immer nach dem Ende der Einatmung und dem Ende der Ausatmung. Jedoch sind sie zumeist so kurz, dass niemand etwas davon mitbekommt. Manchmal merken wir, dass uns der Atem stockt, z.B. weil wir so außerordentlich konzentriert mit etwas beschäftigt sind. Das wiederum ist KEINE Atempause, sondern nur der Ausdruck des unregelmäßigen und rauen Atemmusters, das uns in unserem Alltag begleitet und das Patanjali shvasaprashvasa nennt.
Kumbhakas sind immer »Kunst-Atempausen«
Wenn wir die »künstlichen« Atempausen lernen wollen, die typisch für den Pranayama sind, dann müssen wir bei den winzigen Pausen ansetzen, die schon Teil unseres Atemmusters sind, und Mittel finden, um diese Pausen allmählich und behutsam auszudehnen. Diese Geduld und Achtsamkeit braucht es unbedingt, da unser Organismus hinsichtlich der Atmung nur eine äußerst geringe Toleranz aufweist und bereits bei geringen Abweichungen – für alle Fälle – schon mal (leise) die Alarmglocken schrillen lässt. Deshalb verwirrt jeder unvermittelte Versuch, auf unseren Atem einzuwirken, indem wir ihn unterbrechen oder anhalten, unser Nervensystem zutiefst. Der Herzschlag nimmt zu, Stresshormone werden ausgeschüttet, im Körper und/oder Geist e