Das Zwerchfell und die Zwerchfellatmung sind wichtige Schlüssel zu ausreichender Sauerstoffaufnahme und mehr Wohlbefinden. Der erfahrene Yogalehrer und Trauma-Yoga-Therapeut Joachim Pfahl erklärt in diesem Interview die häufig völlig unterschätzte Rolle des Zwerchfells.
Stress, Druck, Anspannung – kurz gesagt: unser „normaler“ Lebensstil – führen meist zu Anspannung im Zwerchfell.
Obwohl das Zwerchfell unser wichtigster Atemmuskel ist, schenken wir ihm viel weniger Aufmerksamkeit, als er verdient. Der Yoga- und Meditationslehrer Joachim Pfahl erklärt, warum das Zwerchfell so wichtig für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden ist.
Einatmung (links), Ausatmung (rechts) (c) Illustration: Simona KochINTERVIEW
YOGA AKTUELL: Was genau versteht man unter Zwerchfellatmung?
Joachim Pfahl: Landläufig wird sie auch als Bauchatmung bezeichnet. Das Zwerchfell ist bei der Zwerchfellatmung im Gegensatz zu einer reinen Brustatmung deutlich stärker beteiligt – erkennbar durch eine Bewegung der Bauchdecke nach vorne in der Einatmung und nach innen in der Ausatmung. Das Zwerchfell ist ein Muskel, der die Einatmung durch Anspannung und die Ausatmung durch Entspannung ermöglicht.
Wie wirkt sie?
Eine reine Brustatmung verspannt das Nervensystem. Wohingegen eine Zwerchfellatmung den ventralen Vagus-Nerv des Parasympathikus anregt und damit das Nervensystem entspannt.
Für wen ist sie besonders hilfreich?
Sie ist für alle hilfreich. Die Zwerchfellatmung ist die natürliche Atmung des Menschen. Wenn wir Kinder beobachten, werden wir immer eine Bauch-/Zwerchfellatmung finden. Schon d