Vom Berg zum Adler: Übung im Loslassen und in der Leichtigkeit – eine stehende Jivamukti-Yoga-Sequenz.
Im Yogasutra beschränkt sich Meister Patanjali im Kommentar zu Asana auf die Beschreibung der Eigenschaften, die ein Asana haben sollte, nämlich auf „sthira“ und „sukha“: sowohl fest als auch leicht. Wie der Yogi dies zu verstehen hat, wie er dieses Prinzip übend verkörpert und welche der unendlichen Interpretationsmöglichkeiten daraus erwachsen, ist je nach Tradition vom Ansatz bis zur Umsetzung unterschiedlich. Doch letztlich kann man sich darauf einigen, dass es sich, wie immer beim Üben, um körperliche, energetische und geistige Prozesse handelt, auch wenn die Wahrnehmung und die Übersetzung variieren. Im Jivamukti Yoga wird betont, dass Asana, der Sitz – also die Verbindung zur Erde – eine ausgeglichene Beziehung sein soll. Nur wenn unsere Beziehung mit dem, was uns trägt, in Balance ist, kann Einheit entstehen. Der Yogi ist per Definition jemand, der diese Einheit verkörpert. Das Üben von Asana ist eine Analogie zu unserer Bestrebung, ein ausgeglichenes Verhältnis in und zu dieser Welt zu finden.
Bei einer Sequenz von stehenden Haltungen sollte klar sein, dass das Prinzip der Stabilität ein grundsätzlicher Faktor für die Herangehensweise ist. Doch was stellen wir uns unter dem Attribut „stabil“ vor? Meist b