Soziale Medien sind aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Für Yogalehrer und Studiobesitzer haben Facebook, Instagram & Co eine enorme Wirkmacht, schließlich können auf digitalen Plattformen völlig neue Zielgruppen erschlossen und treue Communitys aufgebaut werden. Auch wenn die Betreuung sozialer Kanäle aufwendig ist: Die Frage lautet nicht mehr, ob ein Yoga-Coach dort vertreten sein muss, sondern nur, in welcher Form.

Social Media für Yogis: So geht’s!

Um dich bei deinem Start auf Social Media zu unterstützen, findest du hier 6 Tipps, die dir helfen, ein Online-Business als Yogalehrer aufzubauen.

Tipp 1: Bau eine Marke auf!

Allem voran geht es um die Frage, was genau dein Yoga-Studio oder deine Kurse auszeichnet? Wodurch hebt sich dein Angebot von dem anderer ab? Der Yoga-Markt ist riesig, umso wichtiger ist es, dass du festlegst, wo du dich positionieren willst und was du am besten kannst. Das Netz hat den Vorteil, dass deine Zielgruppe von heute auf morgen überregional wird. Demgegenüber steht dort aber ein deutlich intensiverer Wettbewerb, eine höhere Sichtbarkeit und bessere Vergleichbarkeit. Also brauchst du deinen USP, – deinen unique selling point, also das, was dich besonders macht. Das können spezielle Inhalte sein, das kann aber auch eine besondere Art der Vermittlung dieses Contents sein.

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Tipp 2: Entwickle deine eigene Community!

Beantworte dir zunächst die Frage, wen du mit deinem Angebot ansprechen willst. Ältere oder jüngere Kunden, Neulinge oder erfahrene Kunden? Danach richten sich dann auch deine Inhalte, mit denen du deine Zielgruppe konsequent bedienst. In diesem Schritt ist auch wichtig zu identifizieren, hinter welchen Kanälen welche Zielgruppen warten. Passe deine Inhalte an den jeweiligen Kanal an. Denn bei Instagram agiert man anders als bei LinkedIn, das solltest du in deiner Strategie berücksichtigen. Gehe dabei stets problemorientiert vor: Dein Ziel muss sein, eines oder mehrere Probleme deiner Community mit deinem Angebot zu lösen.

Also frag dich, welche Probleme oder Fragen sie haben und wie du einen ganz konkreten Nutzen stiften kannst. Werde zum „must have“ anstatt nur zum „nice to have“!

 

Tipp 3: Zeig, was du kannst!

Es reicht nicht mehr, im Netz Termine bekannt zu geben und Fotos von Yogastunden zu posten. Du brauchst eine Content-Strategie, die sich aus deinem USP und der Zielgruppe ableitet. Mit Content gewinnst du Follower und baust sie zu treuen Kunden aus. Doch auch der Content allein reicht nicht: Es gilt, diese Inhalte auch ansprechend, zielgruppengerecht und auf den Kanal angepasst zu präsentieren. Instagram zum Beispiel lebt von guten Bildern oder von Reels. Der beste Inhalt hilft nicht, wenn er nicht beim Kunden ankommt, und dafür braucht es die richtigen Mittel. Mach also keine halben Sachen, sondern denke jede Plattform als Ganzes und passe deine Strategie daran an.

Es hilft auch, sich mit den Eigenschaften der Plattformen zu befassen und speziell mit der Frage, wie es dir gelingt, im Feed deiner bestehenden und künftigen Kunden tatsächlich angezeigt zu werden – und zwar möglichst prominent. Jede Plattform funktioniert anders und muss daher auch auf individuelle Weise bearbeitet werden. Wer nicht weiß, wie das geht, verschenkt Potenzial!

Tipp 4: Bau dein eigenes Business auf!

Das Ganze darf aber kein Strohfeuer sein! Eine funktionierende Community, von der sich leben lässt, muss immer wieder bedient werden. Du brauchst einen Plan, in welchem Rhythmus neue Beiträge oder Postings bei Instagram, YouTube, Facebook oder auf deinem Blog erscheinen sollen. Außerdem lebt dein Kanal von dem Engagement, auf Kommentare, Fragen etc. deiner Community einzugehen und sie mit einem Call-to-Action bei deinen Postings dazu zu bewegen, deine Kurse zu buchen, deine Bücher zu kaufen und das zu konsumieren, was immer du auch anbietest.

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Das heißt, die Inhalte sollten nie Selbstzweck sein, sondern immer einem tieferen Sinn dienen: dem Sinn, Kunden für dein Business zu gewinnen. Mach deine Kunden von Käufern zu Fans! Dafür musst du stets professionell rüberkommen, beschaffe dir also das nötige Equipment für deine Aktivitäten: sei es ein gutes Mikrofon und eine einfache App für Podcast-Aufnahmen, sei es eine vernünftige Kamera und ein Studiolicht für professionelle Fotos.

Mein Tipp: Schaue dir andere, vergleichbare Nutzer der Plattformen an und orientiere dich am Anfang daran, was sie tun (allerdings ohne sie zu kopieren!). Der Blick auf andere Player bildet die Leitplanken, zwischen denen du dich dann entfalten kannst. Zudem solltest Du deine Aktivitäten auf Social Media immer mit deiner Homepage verknüpfen. Sie ist das Herz deines Geschäfts, auf das alles zuläuft und von dem alles abgeht: Hier befindet sich dein Blog, hier können Kunden Kurse buchen und abrufen.

 

Tipp 5: Sei du selbst!

Ich kann dir nur raten, dich nicht zu verstellen, sondern stets du selbst zu bleiben. In den Sozialen Medien kannst du nicht ewig eine Rolle spielen. Bleib die Person, die du bist, dann wirst du eine Community aufbauen, die treu zu dir steht, weil sie genau deine Eigenschaften, Inhalte, Art der Präsentation und Ansprache zu schätzen weiß. Diese Authentizität und Nachhaltigkeit sind wertvoll und helfen dabei, den bei Social Media nötigen langen Atem zu entwickeln. Doch Vorsicht: Es gibt einen Unterschied, im Netz seine Persönlichkeit zu zeigen oder privat zu werden. Hier muss jeder seinen eigenen Mittelweg finden, doch ich empfehle, nicht zu viel Privatsphäre auf Social Media preis zu geben.

Tipp 6: Fang an – jetzt!

Und das wichtigste dabei ist: Fang an – und zwar jetzt! Erfolg auf Social Media hat viel damit zu tun, Dinge einfach mal auszuprobieren. Und der beste Zeitpunkt ist immer die Gegenwart. Die meisten guten Ideen scheitern am Konjunktiv: Man müsste, sollte, könnte mal dies und jenes tun. Doch anstatt immer nur zu träumen, musst du ins Handeln kommen. Und anstatt mit dem komplett perfekten Plan und Produkt am Markt zu starten, solltest du deine Marke im Netz schrittweise entwickeln und dich immer wieder an neue Formate herantrauen – seien es Podcasts, Videos oder neue Kanäle wie TikTok.

© Redline Verlag

 

Zum Weiterlesen:

Beate Tschirch, Mein Business ist weg. Wie man sich neu erfindet, wenn alles nur noch online geht. Redline Verlag, 2021.

 

 

 

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