Stehst du auch hin und wieder staunend vor dem gold-gelb-rot-braunen Herbstlaub der Bäume? Stockt dir zwischendurch der Atem, weil die Farben so kraftvoll, so schön, so berauschend aussehen? Nutze diese Zeit des Jahres und die heilende Wirkung der Farben: Verbinde dich mit ihnen. Atme sie ein. Genieße sie.

Die folgenden Übungen helfen dir dabei, die Kraft der Farben zu nutzen  für dein Wohl und deine Entspannung:

 

Gold atmen

Diese Übung eignet sich besonders gut für den Herbst. Jetzt erscheint die Natur in strahlendem Licht, um den Körper vor den langen, tristen Wintermonaten noch einmal so richtig mit Farben zu verwöhnen. Übrigens: In einigen Kulturen glaubte man früher daran, dass Gold aus den Strahlen der Sonne wächst. Vielleicht hast du selbst ja auch manchmal ähnliche Gedanken oder Empfindungen, wenn du durch die Berge wanderst. Hast du dort nicht auch manchmal das Gefühl als wäre jedes einzelne Blatt von der Sonne mit Gold überzogen worden?

Nutze einen sonnigen Tag, um mit dem Gold der Natur zu atmen. Selbstverständlich kannst du die Übung aber auch zu Hause machen und dir vorstellen, dass du in den Bergen auf einer Lichtung sitzt  umgeben von gold- und gelbstrahlenden Bäumen.

Anleitung

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  • Suche Dir einen Ort in der Natur. Setz dich nun bequem mit aufrechtem Rücken im Meditationssitz auf eine Bank. Atme einige Male tief ein und aus, um anzukommen.
  • Schließ die Augen, um die Wärme der Sonne noch bewusster auf deiner Haut wahrzunehmen. Stell dir vor, wie das Gold der Sonnenstrahlen deine Haut berührt und langsam durch deine Poren dringt.
  • Da Gold auch seiner Reinheit wegen geschätzt wird kannst du dir auch vorstellen, wie sich das goldene Licht der Sonne in reinigende Energie umwandelt wird und deinen Körper mit jedem Atemzug mehr erfüllt. Dabei wird deine Lunge gereinigt und alte, verbrauchte Energie verlässt mit der Ausatmung deinen Körper. Jeder Atemzug erfüllt deinen Körper mit goldener Energie.
  • Schenke den Stellen, die dir besonders dunkel erscheinen, viel Aufmerksamkeit. Atme dort ganz bewusst hin und visualisiere dabei, wie diese Stelle umspült und durchdrungen wird von goldener, reinigender Energie. Bleibe nach Möglichkeit so lange dort, bis sich diese Stelle genauso gereinigt anfühlt wie der Rest des Körpers. Atme abschließend noch einige Male tief ein und aus, dehne und strecke dich. Stelle dir vor, dass du erfüllt vom Gold der Natur in den Alltag zurückkehrst.

 

Mit den Regenbogenfarben atmen

  • Stell dich aufrecht hin. Die Beine sind hüftbreit auseinander, die Wirbelsäule aufrecht. Hebe die Arme an und bilde mit den Händen einen Trichter am Scheitelpunkt des Kopfes. Atme dreimal sanft tief ein und aus.
  • Stell dir vor, wie die Farbe, mit der du atmest, z.B. blau, von oben über den Trichter in dich hineinfließt. Diese blaue Flüssigkeit ist eine beruhigende Flüssigkeit, die deinen Körper ganz sanft durchspült und reinigt. Sie fließt in kreisenden Bewegungen durch den ganzen Kopf, wodurch dieser sich innerlich und äußerlich entspannt. Währenddessen atmest du bewusst in die Kopfregion ein und aus, wodurch die Entspannung noch verstärkt wird. Die blaue Flüssigkeit fließt nun in kreisenden Bewegungen weiter durch Ihren ganzen Körper.
  • Wenn du an ein Organ oder eine Körperregion gelangst, die dir dunkel erscheint, verweile dort etwas länger und stell dir vor, wie auch jede einzelne Zelle dieser Region von der heilenden Farbe umspült und mit Heilkraft durchdrungen wird.
  • Dann fließt das Blau weiter durch den Unterleib hinab in die Beine, dann in die Knie, die Waden, Füße und Zehen, von wo aus es schließlich in die Erde abfließt und von der Erde wieder transformiert wird.
  • Senke deine Arme und atme noch einige Male tief ein und aus. Dehne dich noch ein paar Mal und mach dir bewusst, dass du jetzt vollständig gereinigt bist.

 

 Noch mehr über die heilende Kraft der Farben erfährst du auf der nächsten Seite >>

 

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.

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