In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

… das verliert manch einer auf dem Weg gelegentlich aus den Augen. Warum auch fortgeschrittenen Yogis und den „absoluten Superyogis“ die Rückkehr zum Anfängergeist guttut Vor einiger Zeit unterhielt ich mich im Foyer eines Hotels mit den Besitzern des Hauses, als eine Yogalehrerin zu uns stieß, die dort gerade einen Yoga-Workshop hielt. Der Hotelier stellte mich als Redakteurin von „YOGA AKTUELL“ vor und fragte die Lehrerin, ob sie die Zeitschrift kenne. Die Befragte brüstete sich und meinte: „Ja, kenne ich. Als ich mit Yoga angefangen habe, habe ich sie auch gelesen.“ Ohne mich anzusehen, fuhr sie fort: „Heute lese ich nur noch Fachliteratur.“ Ihre Antwort versetzte mir einen Stich ins Herz und machte mich betroffen und sprachlos gleichermaßen. Ich schluckte, blieb noch kurz in der Runde stehen und verabschiedete mich dann. Diese Begegnung hinterließ einen schalen Geschmack bei mir. Mir gingen verschiedene Fragen durch den Sinn: Geht ein wahrer fortgeschrittener Yogi so mit seinen Mitmenschen um? Hat er es nötig, einen anderen zu verletzen oder zu beleidigen? Während ich weiter über „Fachyogis“ nachdachte, erschienen vor meinem inneren Augen zahlreiche Yogalehrer, spirituelle Meister, Gurus und Lamas, die ich im Verlauf der letzten 15 Jahre getroffen und interviewt habe. Die wirklich wahren Meister hatten sich immer durch eine große Bescheidenheit ausgezeichnet. Einige von ihnen gaben sich mir sogar demütig als „Anfänger“ auf dem spirituellen Weg zu verstehen. Diese Haltung führte immer dazu, dass sich bei mir schnell ein Gefühl von natürlichem Respekt und tiefer Verbundenheit mit ihnen einstellte. Ebenso vermittelte mir keiner dieser geistigen Lehrer das Gefühl, einen Menschen vor mir zu haben, der „weiter“ auf dem spirituellen Weg ist als ich selbst. Sie alle begegneten mir auf gleicher Augenhöhe. Eine solche Haltung ermutigte mich immer, einfach ich selbst zu sein. Niemals hinterließ eine Begegnung mit einem Weisen einen solch schalen Geschmack […]

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Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.