Auch wenn immer wieder die Ansicht auftaucht, dass wir den Yoga dazu nutzen können, um „fliegen“ zu lernen, geht es in der alltäglichen Yogapraxis doch vor allem darum, erst einmal ganz solide (wieder) Boden unter die Füße zu bekommen. Das gilt ganz besonders für alle, die mit dem Yoga beginnen.Jeder, der Yoga unterrichtet, kann beobachten, dass unter den Menschen, die mit dem Yoga beginnen, immer wieder solche sind, die entweder gar kein oder ein sehr negatives Verhältnis zu ihren Füßen haben. Einige von ihnen kommen mit Sport- oder Gymnastikschuhen in den Unterricht und sind befremdet, wenn sie sich von ihnen trennen sollen. Noch häufiger erleben wir, dass Teilnehmer sich weigern, ihre Socken auszuziehen. Viele sagen bei Nachfragen, dass sie ein Problem mit ihren Füßen haben und diese auch nur selten oder nie berühren. In unserer Kultur gelten Füße oft als unrein und als Quelle schlechten Geruchs, die Beschäftigung mit ihnen wird oft als unappetitlich angesehen. Kleinkinder dagegen beschäftigen sich noch gerne und ausgiebig mit ihren Füßen, und viele von ihnen würden am liebsten immer barfuß unterwegs sein.
Wenn wir jedoch den Bezug zu unseren Füßen verlieren, verlieren wir auch den Bezug zu unserer Basis. Schließlich heißt leben ja nichts anderes, als â