Die Pawanmuktasana-Übungsreihe von Swami Satyananda besteht aus spannungslösenden Asanas, die vor allem der Auflösung von Blockaden in Körper und Geist dienen. Durch Pawanmuktasana entsteht zudem die Grundlage, um schwierige und komplexe Asanas zu meistern. Wir zeigen fünf Übungen, die dich darin unterstützen, Energieblockaden zu lösen.

Swami Satyananda hat drei verschiedene Pawanmuktasana-Reihen entwickelt. Die erste bewegt Blockaden der Gelenke, die zweite Reihe löst Blockaden der Verdauungsorgane und die dritte konzentriert sich auf das Lösen von Energieblockaden. Aus ihr wollen wir heute fünf Übungen vorstellen.

Wie Blockaden entstehen

Blockaden entstehen oftmals durch eine schlechte Körperhaltung, aber auch gestörte Körperfunktionen, emotionale und psychische Probleme oder ein ungesunder Lebensstil können Gründe für die Entstehung von Blockaden in Kopf oder Körper sein.

Blockaden äußern sich in Form von Steifheit oder Muskelverspannungen und zeigen sich zudem häufig durch eingeschränkten Blutfluss oder kleinere funktionelle Störungen. Werden die Blockaden chronisch, können die betroffenen Gelenke oder Organe nicht mehr ungestört arbeiten. Sie fallen aus beziehungsweise erkranken.

Daher ist es wertvoll, regelmäßig an der Lösung von physischen wie psychischen Blockaden zu arbeiten. Die Übungen der Pawanmuktasana-Reihen eignen sich dazu – regelmäßig durchgeführt – bestens.

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(c) Simone Schneider, TRIAS Verlag

Die folgenden Übungen stammen aus dem Buch Detox Yoga. Frischer Geist – Starker Körper – Pure Lebensenergie. Das 6-Wochen-Programm mit Yoga, Ausleitung und Pranafasten von Alexandra Rittinger.

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Trias Verlags.

 

1. Kashtha Takshanasana (Holz hacken)

Bild 1a
  • Du sitzt in einer tiefen Hocke. Wenn deine Fersen den Boden nicht erreichen, dann leg dir eine zusammengerollte Decke darunter.
  • Verschränk deine Finger ineinander, leg sie zwischen die Füße auf den Boden und richte deinen Blick zu den Händen. Halte deine Arme während der
  • Übung gestreckt. (Bild 1a)
  • Mit der Einatmung heb die gestreckten Arme so weit wie möglich nach oben. Der Blick folgt den Händen. (Bild 1b)
  • Mit der Ausatmung beweg deine Arme in schneller Geschwindigkeit nach unten bis knapp über dem Boden.
  • Der Blick folgt der Bewegung. Unterstütz die Ausatmung, indem du laut oder leise »Ha« tönst, um alle Luft aus der Lunge zu entfernen.
Bild 1b

2. Namaskarasana (Grußhaltung)

Bild 2a
  • Du sitzt in einer tiefen Hocke, die Hände liegen in der Gebetshaltung vor dem Herzen aneinander. (Bild 2a)
  • Mit der Einatmung schieb mit den Ellenbogen die Knie auseinander, richte dich über die Wirbelsäule auf und leg den Kopf sanft in den Nacken. Halte den Atem für 3 Sekunden.
  • Mit der Ausatmung beug deinen Oberkörper nach vorne, streck deine Arme aus und zieh dein Kinn zur Brust. (Bild 2b) Drück jetzt mit deinen Knien die Arme zusammen. Halte den Atem für 3 Sekunden.
  • Wiederhol diese Bewegung 10-mal.
Bild 2b

3. Vayu Nishkasana (Windentferner)

Bild 3a
  • Du sitzt in der Hocke. Fass die Innenseite der Füße, wobei du die Finger unter die Fußsohlen und den Daumen auf den Fußrücken legst. Die Oberarme drücken gegen die Innenseite der Knie, die Ellenbogen sind dabei etwas gebeugt. (Bild 3a)
  • Mit der Einatmung mach dich über die Wirbelsäule lang und beweg den Kopf nach hinten. Halt den Atem für 3 Sekunden.
  • Mit der Ausatmung streck die Knie, schieb das Gesäß nach oben und zieh den Kopf in Richtung Knie. (Bild 3b) Halt den Atem für 3 Sekunden.
  • Wiederhol diese Bewegung 10-mal.
Bild 3b

4. Kauwa Chalasana (Krähengang)

Bild 4
  • Setz dich in eine Hocke, leg das rechte Knie am Boden ab und berühr mit dem Gesäß die Ferse. Leg deine Hände auf die Knie. (Bild 4)
  • Jetzt mach kleine Schritte in der Hocke, ohne dass sich dein Gesäß von den Fersen abhebt, und schieb dabei immer das untere Knie zum Boden. Mach maximal 50 Schritte.

5. Udarakarshanasana (Bauchwringer)

Bild 5a
  • Du sitzt in der Hocke mit den Händen auf den Knien.
  • Mit der Einatmung zieh die Knie weit auseinander. (Bild 5a)
  • Mit der Ausatmung drück das linke Knie unter das rechte Knie auf den Boden und drück das rechte Knie über das linke Knie. Schau über deine rechte Schulter nach hinten. (Bild 5b) Halte den Atem für 3 Sekunden.
  • Mit der Einatmung komm zurück zur Mitte und dreh dich mit der Ausatmung zur anderen Seite.
  • Mach die Übung abwechselnd 10-mal auf jede Seite.
Bild 5b

 

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