Über den Raja-Yoga und die Übereinstimmung aller spirituellen Wege in der Essenz – eine Orientierungshilfe auf der Suche nach geistiger Freiheit, Frieden und Lebensfreude.
Dieser Artikel bietet zur Wiederholung bzw. als Grundlage für jeden Yogaübenden eine kurze Übersicht über den klassischen Yogaweg nach Patanjali. Des Weiteren möchte ich verdeutlichen, warum man nicht – wie im Westen oft üblich – bei Körper- und Atemübungen stehenbleiben, sondern sich auch der Oberstufe des Yoga, dem Raja-Yoga (6.–8. Stufe), widmen sollte, denn sonst könnte der großartige Yogaweg zu einer – wenn auch wertvollen – Sportdisziplin degradiert werden. Dabei verzichte ich weitgehend auf traditionelle Begriffe und Vorstellungen und zeige die wesentliche Essenz der Vollendung des Yogawegs auf, so dass sich die Grenzen zu Zen-Buddhismus, christlicher Kontemplation, Buddhas Lehren und moderner Psychotherapie auflösen und zu einer einzigen Gemeinsamkeit verschmelzen: Yoga strebt die Befreiung des Menschen an, die letztlich das ursprüngliche Ziel aller Religionen und Übungswege darstellt! Eine Befreiung wozu? Für mehr Geistesruhe, Klarheit und Erkenntnis? Ja, aber auch dies sind nur Vorstufen zum letztendlichen Sinn des Pfades: anhaltende Lebensfreude zum Wohl aller Wesen!
„Und die Moral von der Geschicht’ ...“ – das Schlusswort zuerst
Eine alte indianische Anekdote, von weisen Schamanen erzählt, geht ungefähr so: Jeder von uns wird im Inneren von zwei Wölfen beherrscht. Der eine s