Sie repräsentieren die wärmende und vitalisierende Kraft der Sonne: Licht- oder Sonnenpflanzen stärken das Gemüt, erhellen die Stimmung, bieten energetischen Schutz, lösen Spannungen auf, unterstützen die Meditation und zeigen ein Wirkverhalten, das volksmedizinisch zur Linderung zahlreicher Erkrankungen genutzt wird.
Ihre Signatur lässt bereits erahnen, weshalb die nachfolgend portraitierten Pflanzenarten weitläufig als Licht- oder als Sonnenpflanzen bekannt sind. Zum einen haben sie ein aufrechtes, der Sonne zugewandtes Wuchsverhalten und siedeln sich bevorzugt an einem vollsonnigen Standort an, zum anderen haben sie in den meisten Fällen eine strahlend gelbe oder sonnenförmige Blüte bzw. einen Blütenstand, die/der sich zum Sonnenaufgang öffnet und sich abends, wenn die Sonne am Horizont verschwindet, wieder schließt. Außerdem scheint es so zu sein, dass Sonnenpflanzen nicht nur große Mengen an Sonnenergie speichern, sondern die lichtvolle Qualität bei sachgemäßer Anwendung auf den Menschen übertragen können. Ihre Trivialbezeichnung „Licht- oder Sonnenpflanze“ tragen Alant, Johanniskraut, Königskerze und Co. daher völlig zu Recht.
Kult & Ritual
Sonnenpflanzen haben einen engen rituellen und mythologischen Bezug zur Sommersonnenwende und werden zu dieser Zeit, wenn die Sonne im Zenit steht und sich die Gewächse in voller Blüte befinden, geerntet und für die weitere Verwendung vorbereitet. Erstmalig eingesetzt werden sie gleich bei der Sommersonnenwend-Zeremonie – als Dankopfer für die Sonne o