Die Bienenatmung: Hatha-Yoga-Quelle, EEG-Hinweise – und was sich an Nebenhöhlen und Kreislauf messen lässt.
Es ist nur ein leises Summen – und trotzdem verändert es spürbar, wie wir uns fühlen. Das Vibrieren stellt sich eher an der Stirn ein als im Hals. Der Geist wird ruhiger, die Wahrnehmung klarer.
Bhramari, die Bienenatmung, ist eine Atemtechnik, die erstmals in der Hatha-Pradipika (15. Jh.) beschrieben wird:
atha bhramari | vegad ghosham purakam bhrnga-nadam; bhrngi-nadam recakam manda-mandam | yogindranam evam abhyasa-yogac; citte jata kacid ananda-lila || 68 ||
„Nun Bhramari: Eine kräftige Einatmung mit dem Klang einer männlichen Biene und eine sehr langsame Ausatmung mit dem Klang einer weiblichen Biene – so entsteht durch Übungspraxis im Geist der Yogameister ein kleines Spiel der Wonne."
Was passiert bei der Aufzeichnung der Gehirnaktivität?
Überraschend ist, dass sich für dieses subjektive Erleben neurophysiologische Korrelate finden lassen. In einer EEG-Studie untersuchten Vialatte et al., was im Gehirn passiert, wenn Bhramari praktiziert wird: Acht Probandinnen führten Bhramari über mehrere Minuten aus, während ihre Hirnaktivität mit hochauflösendem EEG (128 Elektroden) aufgezeichnet wurde .
Ergebnis: Während der Praxis wurden wiederholt paroxysmale Gamma-Wellen beobachtet – kurze Episoden ungewöhnlich hoher Frequenzen, beschrieben als biphasische, „ripple"-artige Muster. Sie ordnen dies als spezifisches Muster im Kontext der Praxis ein (nicht als pathologische E