Dieser Sommer ist ein Traum. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, draußen zu sein, zu spielen und im eigenen Garten oder bei Freunden Yoga zu machen. Und wenn das Wetter mal schlecht ist, dann eignet sich die folgende Übung, um über die Visualisierung in einen Zaubergarten zu kommen.

 

Der Zaubergarten

Um in den Zaubergarten zu gelangen, brauchst Du zwei Hulareifen mit unterschiedlichen Farben, die den Eingang in den Zaubergarten darstellen.

Der Weg zum Zaubergarten
Die Hulareifen werden zwischen jeweils zwei Kinder genommen, danach fassen sich alle Kinder und der Yogalehrer oder der Erwachsene an der Hand und bilden einen geschlossenen Kreis. Die Ringe sind jeweils auf der gegenüberliegenden Seite. Danach steigen alle Kinder und auch der Erwachsene durch die Ringe, ohne die Hände des Nachbarn loszulassen. Dabei stellen sich alle vor, dass sie so in den Zaubergarten gelangen. Erst wenn sich die Ringe wieder an ihrem Ausgangspunkt befinden, sind alle im Zaubergarten angekommen.

Angekommen
Nachdem alle Kinder durch beide Ringe geklettert sind und sich die Ringe wieder an der Ausgangsposition befinden, legen sich alle Kinder auf dem Rücken auf ihre Matte.
Der Yogalehrer oder Erwachsene führt die Kinder nun durch eine Anfangsentspannung:

Du liegst jetzt ganz entspannt auf deiner Lieblingswiese im Zaubergarten.
Versuche ganz bewusst wahrzunehmen, wie dein ganzer Körper auf der Wiese liegt. Ja, du spürst sogar das Gras, auf dem du liegst. Kannst du es auch riechen?
Während du in den blauen Himmel schaust, siehst du auch viele bunte Vögel, Bienen und Schmetterlinge, die durch die Luft fliegen.
Jetzt hörst du ein Rascheln und aus dem naheliegenden Wald kommt ein Tier, ein Wesen oder ein Mensch, den du sehr gerne hast, heraus.
Vielleicht hast du eine Frage an das Tier, das Wesen oder den Menschen. Etwas, was du dich nie getraut hast zu fragen. Jetzt kannst du die Frage ganz getrost stellen. 
(1-2 Minuten Pause)
Nun verabschiedet sich das Tier, das Wesen oder der Mensch von dir. Wenn du möchtest, dann schließe es noch einmal kurz in deine Arme und vergiss nicht, dich für den Rat zu bedanken.
Und nun bringe die Arme hinter den Kopf, recke und strecke dich noch einmal und komme langsam zum Sitzen.

Der talking stick
Nachdem die Kinder sich aufgesetzt haben, erzählt jeder in der Runde kurz, wie es ihm geht, was er Schönes erlebt hat und was ihn gegebenenfalls bedrückt. Hierfür wird eine Feder, ein Stock oder ein anderer Gegenstand – der sogenannte „talking stick“ – von Kind zu Kind gereicht. Bei den Indianern gebührt dem, der den Gegenstand in der Hand hält, die volle Aufmerksamkeit.

Den Zaubergarten verlassen
Als Abschluss kommen wieder alle zurück in den Kreis, umfassen sich an den Händen und steigen wieder durch die Hulareifen, um den Zaubergarten so zu verlassen.

 

 

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Doris Iding
Doris Iding ist Ethnologin, Yoga-, Meditations- und Achtsamkeitslehrerin sowie Autorin mit Schwerpunkt Integration östlicher Heilverfahren in den Westen und bewusstseinsverändernde Techniken. Ihr besonderes Interesse gilt der Vermittlung eines neuen Bewusstseins, bei dem der Mensch nicht mehr dogmatisch an alten Traditionen und Lehren festhält, sondern sich dafür öffnet, dass alles miteinander verbunden ist. In ihren Artikeln und Seminaren vermittelt sie auf leichte und spielerische Weise, wie wir entspannt, achtsam und wohlwollend zu uns selbst finden können. Vierzehn ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.

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