Die Unausweichlichkeit des Todes löst bei den meisten Menschen Angst und Verdrängungsmechanismen aus. Doch wenn wir uns dieser Wahrheit bewusst stellen, kann sie unserem Leben mehr Tiefe geben und uns Dankbarkeit lehren.
Meditation beinhaltet nicht nur die Kunst, das Gedankenkarussell zur Ruhe zu bringen. Der deutsche Wortursprung kommt vom lateinischen meditatio und bedeutet u.a. besinnliches Nachdenken. In diesem Sinn ist im Buddhismus nicht nur die Reflexion über grenzenlose Liebe (Metta-Bhavana) eine wichtige spirituelle Praxis, sondern auch die Kontemplation über den Tod (Marananusati).
Natur als Spiegel
Die Natur und die Jahreszeiten halten uns einen Spiegel der Vergänglichkeit vor Augen. Jeder Jahresabschnitt steht für eine bestimmte Lebensphase: der Frühling für Geburt und Jugend, der Sommer für die Lebensmitte und die Umsetzung von Lebenszielen, der Herbst für das Ernten der Früchte und für das Loslassen im Lebensabend, und der Winter für den endgültigen Abschied.