Über die Chancen und Herausforderungen eines Yoga- und Meditationslehrers – aus der Sicht eines Freiberuflers mit zwanzig Jahren Erfahrung.
Kein Mensch kann von Luft und Liebe leben, und nur wenige werden in eine so reiche Familie geboren, dass Geldverdienen kein Thema ist. Eine der großen Lebensfragen ist deshalb, womit und auf welche Art wir unseren Lebens unterhalt verdienen wollen und können.
Auch wenn mittlerweile fast vierzig Prozent der jungen Menschen sich eine Selbstständigkeit vorstellen können und viele Erwachsene den Traum haben, ihre Berufung zum Beruf zu machen – die harte Realität und die unsicheren Zeiten bringen einige dazu, sich dann doch für einen sicheren Job zu entscheiden und ihr Hobby höchstens als Nebenberuf auszuüben. Irgendwann muss man sich im Leben für mehr Sicherheit oder mehr Freiheit entscheiden, denn beides lässt sich selten vereinbaren.
Yogalehrer als Hauptberuf
Diese Realitäten spiegeln sich auch in der spirituellen Szene und im Yogabereich wider, die in den letzten Jahrzehnten beeindruckend an Popularität gewonnen haben. Von den zehn- bis fünfzehntausend Yogalehrern, die regelmäßig in Deutschland unterrichten, üben das ca. zwei- bis dreitausend hauptberuflich aus. Nachdem ich seit über zwanzig Jahren mit Yoga, Meditation und Spiritualität meinen Lebensunterhalt verdiene, möchte ich hier ein paar persönliche Erkenntnisse weitergeben.
Um wen geht es?
Früher oder s