Der Hörsinn begleitet uns von der frühesten Entwicklungsphase bis unmittelbar vor dem Tod, länger als alle anderen Sinne. Warum er sich durch Tiefe und Authentizität auszeichnet, und wie du ihn verfeinern und bewusster erleben kannst, erfährst du hier.
Das Organ, mit dem wir Menschen unsere Umwelt als erstes wahrnehmen, ist das Ohr. Schon wenige Tage nach der Befruchtung beginnt der winzige Embryo, Ohransätze zu bilden. Zu diesem Zeitpunkt ist er erst einen Millimeter groß. Bereits in der achtzehnten Schwangerschaftswoche ist das Ohr vollständig entwickelt. Der nun hörende Fötus misst ungefähr 12 Zentimeter, wenn er die Stimme der Mutter zum ersten Mal vernimmt. Ihre Stimme ist der erste sinnhafte Bezug zur Außenwelt. Doch ist der Hörsinn nicht nur derjenige Sinn, der uns in diese irdische Welt einführt, er ist auch der Sinn, der uns wieder hinausbegleitet. Denn das Gehör bleibt uns am längsten von allen Sinnen erhalten, wenn wir im Prozess sind, unseren Körper zu verlassen. Dies sind nur einige der Gründe, warum das alte Sprichwort „das Ohr ist das Tor zur Seele“ den Schlüssel zu einem vergessenen und heute eindeutig unterschätzten Schatz beinhaltet.
„Der Bereich des Gehörten ist Tiefe“
Joachim E. Berendt beschreibt in seinem Buch Nada-Brahma – Die Welt ist Klang den Gehörsinn als u