Mit Rückbeugen zu Mut und Stärke finden – und den Weg dahin frei von Druck genießen.
Als ich anfing, Ideen für Fotostrecken in YOGA AKTUELL zu sammeln, saß meine wunderbare Freundin Gabriela Bozic neben mir. Sie schaute mich an und sagte: „Warum machst du nicht eine Rückbeugen-Strecke? Das passt wirklich gut zu dir.“ Ich fand ihren Vorschlag schön und schmeichelhaft, aber innerlich musste ich schmunzeln. Früher war ich nämlich diejenige, die sich zu einer Pipipause aus dem Unterricht schlich, wenn es Zeit für Rückbeugen war. Kein Scherz. Über Jahre hinweg schienen Rückbeugen für mich unerreichbar. Obwohl ich in einigen Bereichen meines Körpers nach wenigen Monaten regelmäßiger Yogapraxis rasch zu mehr Beweglichkeit fand, rannte ich bei Rückbeugen dauernd gegen eine Wand: Die Beine waren zu schwach, der Brustkorb zu verschlossen, Arme und Schultern kraftlos. Mein Urdhva-Dhanurasana ähnelte eher einem sehr langen Tisch und brachte mich zum Zittern, es war das Anstrengendste überhaupt. Diese Erfahrung entmutigte mich, und daher zog ich es vor, Rückbeugen ganz einfach zu überspringen.
Jahre später kann ich nun sagen, dass die Stärke, der Mut und die Befreiung, die Rückbeugen bringen, unbezahlbar sind. Es lohnt sich, über einen langen Zeitraum hinweg kontinuierlich zu üben und den Prozess einfach zu genießen. Wenn d