Die eigenen körperlichen Grenzen lassen sich teilweise auch durch intensive Praxis nicht verschieben. Welche physischen Begebenheiten unveränderbar sind und wo Entwicklungspotenzial vorhanden ist, verdeutlicht dieser Beitrag.
Wenn wir uns in der Yogapraxis bemühen, die Asanas so präzise wie möglich auszuführen, suchen wir selbstverständlich nach einer Referenz, an der wir uns orientieren können. Sei das die fortgeschrittene Mattennachbarin, der Yogalehrer oder das Titelbild des Yogamagazins.
Da geschieht es leicht, dass wir den Maßstab für uns zu hoch ansetzen und es damit übertreiben. Was wir bei der Orientierung an einem Ideal oft vernachlässigen, sind individuelle anatomische Gegebenheiten, die es dem einen Yogi leichter, dem anderen schwerer machen, gewisse Asanas zu üben. Mitunter ist es uns – selbst nach jahrelangem Üben – unmöglich, bestimmte Haltungen einzunehmen, so dass wir bei übertriebener Leistungsorientierung sogar Verletzungen riskieren. Die Kunst bei den Asanas ist, die eigenen Voraussetzungen zu erkennen, zu verstehen und sich mit Bedacht genau in dem Grenzbereich zu bewegen, der Veränderungspotenzial birgt – ohne unverschiebbare Grenzen zu überschreiten und sich womöglich zu verletzen.
Die Kunst bei den Asanas ist, die eigenen Voraussetzungen zu erkennen, zu verstehen und sich mit Bedacht genau in dem Grenzbereich zu bewegen, der Veränderungspotenzial birgt – ohne unverschiebbare Grenzen zu überschreiten und sich womöglich zu verletzen.