Diese Basilikum-Art ist weithin als Heilpflanze, Räucherwerk sowie als Küchenkraut bekannt. In Indien genießt die aromatische Pflanze den Status eines Heiligtums, da sich in ihr Lakshmi verkörpert, die Göttin des Glücks, der Fruchtbarkeit und der Liebe. Pflanzensteckbrief Botanischer Name: Ocimum tenuiflorum, Ocimum sanctumFamilie: LippenblütlerVolksnamen: Heiliges Basilikum, Indisches Basilikum, Königsbasilikum, Tulsi (dt.), Manjari (san.), Tulasi, Vrinda (hin.), Thulasi (tam.), Brinda (tel.), Holy Basil, Sacred Basil (engl.)Aussehen: mehrjährig, Wuchshöhe 20 bis 100 cm, eiförmige und leicht spitz zulaufende Blätter, braune und behaarte Stängel, Fünfzählige Blüten, deren Farbe rosa, violett, weiß oder rötlich sein können.Vorkommen: Indien, tropisches und subtropisches Südostasien   Dass diese Pflanze im traditionellen Brauchtum eine herausragende Position einnimmt, lässt sich unschwer am Artnamen sanctum erkennen, was aus dem Lateinischen übersetzt „heilig“ bedeutet. Der Gattungsname Ocimum (Basilikum) hat seine etymologische Herkunft im griechischen Wort Ocymum und bedeutet so viel wie „süßes Kraut“. Der Sanskrit-Name Tulasi, von dem auch die Bezeichnung Tulsi abgeleitet ist, bezieht sich hingegen auf Tulasi Devi, die Gemahlin bzw. Geliebte des Gottes Vishnu.  Tulsikraut, das auch als die „kleine Strauchgöttin“ bezeichnet wird, gedeiht in Indien sowohl vor Hauseingängen als auch in unmittelbarer Nähe von Vishnu-Tempeln. Auf quadratische Sockel, die auch Tulasivrndavana genannt werden, vor eine Wohnstätte gepflanzt, fungiert die Pflanze als Glücksbringer – vergleichbar mit dem Holunder hierzulande. Die Verwendung als Tempelpflanze geht darauf zurück, dass die religiösen Anlagen einstmals auch als Rasthäuser für Pilger fungierten, und Tulsi hat die besondere Qualität, dass es den Durst eindämmen kann. Die müden und durstigen Wanderer legten sich ein paar Blätter unter die Zunge und fühlten sich in der Folge gestärkt und weniger durstig. Heute ist dieser ursprüngliche Nutzen jedoch weitestgehend in Vergessenheit geraten, meist wird Tulsi ausschließlich als religiöses und Vishnu geweihtes Gewächs verehrt. Es heißt, dass die Seele eines Verstorbenen, dessen Körper mit Tulsi-Stöcken eingeäschert wurde, einen Dauerplatz in […]

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