In dieser YOGA AKTUELL-Ausgabe erschienen:

Die Sehnsucht nach einer fast verloren geglaubten mystischen Welt, zu der wir vielleicht als Kinder einmal Zugang hatten, schickt uns auf die Suche – eine Suche, zu der auch Erfahrungen mit psychoaktiven Pflanzen gehören können Bereits als kleines Kind hatte ich eine starke Affinität für die Welt der tanzenden Wald- und Wiesenfeen, der sprechenden Tiere und all der anderen kleinen Wesenheiten und großen Geister, die für das normale Auge unsichtbar sind. Es ist eine faszinierende und bereichernde Welt, in der alles beseelt ist und in der alles in unmittelbarer Beziehung miteinander steht. Aus unerklärlichen Gründen hatte ich leichten Zugang zu dieser anderen Wirklichkeit und fühlte mich dort viel wohler als im Kindergarten, wo ich an Spielen teilnehmen sollte, die mir sinnlos erschienen. Später, als ich in die Schule ging, hatte ich ebenfalls Gefühl, am falschen Ort zu sein. Deshalb konnte ich es oft kaum erwarten, nach Unterrichtsschluss durch die grünen Wiesen und in den großen Wäldern umherzuschweifen, die am Rand unserer kleinen Stadt lagen. Meine Versuche, meinen Eltern oder Lehrern von meinen aufregenden Erlebnissen und mich so erfüllenden Begegnungen zu erzählen, schlugen fehl. Kopfschütteln, Unverständnis, Gelächter und Sätze wie „Du hast aber wirklich eine lebhafte Fantasie“ führten dazu, dass ich mehr und mehr verstummte. „Vielleicht bin ich ja verrückt!“, dachte ich mir nach jedem fehlgeschlagenen Anlauf einer Mitteilung. Ja, ich begann sogar, an meiner eigenen Wahrnehmung zu zweifeln, schien ich doch die einzige Person zu sein, die sah, was das menschliche Auge eigentlich nicht sehen kann, und spürte, was erwachsene Menschen nicht mehr fühlen. Eines Tages schloss ich bewusst die unsichtbare Türe zu den Ahnen, Geistern und Feen. Meine Angst, dort zu landen, wo die Verrückten aus unserer kleinen Stadt endeten – in einer gefürchteten Psychiatrie –, war zu groß. Ich hatte die Türe so gut verriegelt, dass ich sie […]

Mit YOGA AKTUELL Plus kannst du den kompletten Beitrag lesen.

Melde dich direkt hier an und profitiere u.a. von folgenden Vorteilen:

  • Zugriff auf tausende exklusive Artikel, Beiträge und Interviews zu Yoga, Ayurveda, Gesundheit und Spiritualität 
  • Digitaler Zugriff auf alle YOGA AKTUELL- Ausgaben ab 2015

Jetzt informieren und anmelden

Anzeige:

Doris Iding
Doris leitet Seminare, Fort- und Ausbildungen zum Thema Yoga, Meditation und Achtsamkeit. Nach dem Motto „Alles was ist, darf sein. Es gibt kein Richtig und Falsch, sondern immer nur die eigene subjektive Erfahrung des gegenwärtigen Moments“ ist es ihr sowohl in ihren Kursen als auch in ihren Artikeln und Büchern ein großes Anliegen, den Menschen zu vermitteln, dass es in der Praxis um Selbsterkenntnis geht, nicht aber um Selbstoptimierung. Begegnen wir uns also mit viel Selbstmitgefühl, Wohlwollen und Geduld, wird das Leben leichter und die Achtsamkeits- und Meditationspraxis erfüllender. 18 ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt.